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Nach Fünf-Satz-Pleite: Mardy Fish beendet seine Karriere

Mardy Fish beendet seine Karriere

Bye, bye Mardy!



New York – Der frühere Top-Ten-Spieler Mardy Fish hat sich mit einer Zweitrunden-Niederlage bei den US Open in die Tennis-Rente verabschiedet. Der in den vergangenen Jahren immer wieder von Panikattacken und Herzrhythmusstörungen gebeutelte Amerikaner verlor in New York mit 6:2, 3:6, 6:1, 5:7, 3:6 gegen Feliciano Lopez (Spanien/Nr. 18) – und sagte danach wie angekündigt „Goodbye“. Bitter: Bei einer 2:1-Satzführung lag Fish im vierten Durchgang mit 5:4 vorne und servierte zum Match. Doch Lopez gelang das Break zum 5:5-Ausgleich – und zwar „zu null“! Danach hatte Fish erkennbar Mühe, im Match zu bleiben. Beinkrämpfe machten ihm zu schaffen. Unter Tränen verließ der 33-jährige Fish nach dem 3:11 Stunden langen Match das Louis-Armstrong-Stadium und winkte noch einmal ins Publikum.

Fish hatte vor vier Jahren auf Platz sieben der Weltrangliste gestanden, litt danach aber an Herzrhythmusstörungen und Angstzuständen. „Ich werde diesen Abschied immer in Erinnerung behalten“, sagte die Nummer 581 des Rankings.

Im März 2012 hatte Fish sogar um sein Leben gebangt. „Ich bin in der Nacht mit Herzrasen von ungefähr 170 bis 180 Schlägen pro Minute aufgewacht. Ich bin komplett in Panik geraten, ich dachte wirklich, ich sterbe“, berichtete der ehemalige Davis-Cup-Spieler.

Sympathieträger mit großen Ängsten

Fish, der auf der ATP-Tour sechs Turniere gewann, trug in den darauffolgenden Monaten ein Gerät, das seinen Herzschlag protokollierte. Nach der Auswertung entschieden sich die Ärzte zu einer elektrophysiologischen Behandlung, um die Rhythmusstörungen in den Griff zu bekommen.

Danach feierte Fish zwar ein erfolgsversprechendes Comeback. Aber Mardy Fish beendet seine Karriere ohne seine Ängste wieder in den Griff zu bekommen. Noch heute wird der Symapthieträger mit Medikamenten behandelt.

Sein Achtelfinale 2012 bei den US Open gegen Roger Federer (Schweiz) hatte er kurzfristig absagen müssen. Danach hatte Fish wegen Angstzuständen fünf Tage in kein Flugzeug steigen können, um nach Hause zu fliegen. Zwischen Ende August 2013 und Anfang März 2015 hatte der Familienvater auf der ATP-Tour kein einziges Einzel bestritten.

Fish hatte vor sechs Jahren mit einer radikalen Abmagerungskur für Aufsehen gesorgt. Der einst über 100 Kilogramm schwere Fast-Food-Fan nahm innerhalb von zwei Monaten rund 15 Kilogramm ab. Ins Hauptfeld der US Open war er dank einer Wildcard gekommen. (SID/Red/timboe)

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