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Nadal-Bezwinger Rosol: Die tschechische Wundertüte

London (SID) – Ein Nobody hat in Wimbledon für die größte Sensation seit zehn Jahren gesorgt und den zweimaligen Champion Rafael Nadal aus dem Turnier gekegelt. Doch wer ist dieser Lukas Rosol eigentlich, der nach 3:18 Stunden fassungslos auf den Rasen des Center Courts gesunken war? Warum konnte der Weltranglisten-100. bei seinem zweiten Auftritt auf dem heiligen Rasen den zwölfmaligen Grand-Slam-Sieger 6:7 (9:11), 6:4, 6:4, 2:6, 6:4 bezwingen?



26 Jahre alt ist der 1,96 m große Rechtshänder. Er wurde in Brünn, der zweitgrößten Stadt Tschechiens geboren. Sein Lieblingsbelag ist Sand. Bislang tummelte er sich zumeist auf der Challenger- und Future-Tour, der zweiten und dritten Tennis-Liga. Im All England Club spielt er zum ersten Mal in seiner Karriere, nachdem er zuvor fünfmal in der ersten Runde der Qualifikation gescheitert war.

„Ich habe bislang nur die Quali gespielt und war nie richtig vorbereitet“, erklärte Rosol: „Das habe ich in diesem Jahr geändert und in Queens und Eastbourne auf Rasen gespielt.“ Er brauche nur Training auf den verschiedenen Belägen, dann käme er überall zurecht, fügte Rosol hinzu.

Sein bislang bestes Ranking auf der Tour war Platz 65, der Sieg über Nadal war erst sein 20. Erfolg überhaupt. Auch dafür hat Rosol eine simple Erklärung: „Manchmal wache ich auf und kann Jeden schlagen. An manchen Tagen kann ich genauso gegen Spieler jenseits von Platz 500 verlieren. Ich muss konstanter werden.“

Gute Nachrichten für Philipp Kohlschreiber, der beim wichtigsten Tennisturnier der Welt am Samstag gegen Rosol um den Einzug ins Achtelfinale kämpft. Der Augsburger sollte sich ein paar Tipps von Davis-Cup-Kollege Philipp Petzschner holen. Bei den Australian Open im Januar ließ der Bayreuther der „Wundertüte“ Rosol überhaupt keine Chance und schoss ihn 6:0, 6:0, 6:2 vom Feld.

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