Rafael Nadal muss drei Wochen pausieren

Nadal vor Davis Cup: „In Melbourne und Acapulco habe ich geweint“

Rafael Nadal bereitet sich mit dem spanischen Team in Valencia auf das Davis Cup-Viertelfinale gegen Deutschland vor. Die spannende Frage ist: Wird die Nummer eins der Welt nach seinen Verletzungssorgen bereits am Freitag aktiv eingreifen? Nadal selbst hat sich dazu erstmals geäußert und auch darüber hinaus tief blicken lassen.

Seit dem Wochenstart trainiert Nadal, der in dieser Woche trotz Inaktivität zurück an die Spitze des Welttennis kehrte, mit dem spanischen Davis Cup-Team in der imposanten umfunktionierten Stierkampfarena zu Valencia. Gegenüber spanischen Medienvertretern hat sich Nadal nun erstmals zu seinen Einsatzchancen geäußert.

Er sei sich demnach selbst noch unsicher. „Ich weiß es selbst noch nicht, ob ich Freitag spielen werde. Lasst uns die gesamte Trainingswoche abwarten“, sagte Nadal.

Nadal: „Letzten fünf Monate waren schwierig“

Er sei wirklich gespannt und hoffe, dass sein Körper auf die Belastung normal reagiere, „denn die vergangenen fünf Monate waren sehr schwierig“.

Philipp Kohlschreiber indes erklärte in einem Video-Interview mit dem DTB, dass er den Spanier ein bisschen im Training verfolgt habe. „Das sieht – aus unserer Sicht leider – schon ziemlich flüssig aus“, sagte Kohlschreiber. Das Team habe gewusst, dass Nadal nur zum Davis Cup anreise, wenn er sich fit fühle.

Wegen Nadal: Kohlschreiber spielt den Scout

Im Mediengespräch gab Nadal, der vierfache Davis Cup-Sieger, zudem zu, seinen Einsatz bei den Australian Open zu bereuen. „Heute würde ich ein Grand Slam-Turnier mehr opfern. um weniger Schmerzen zu haben“, erklärte der Spanier. Er habe im Vergleich zu seinen Weltklassekollegen während der Karriere mehr Turniere verpasst.

„Ich habe sowohl in Melbourne als auch Acapulco geweint. Das sind äußerst komplizierte Momente. Aber diese Verletzungen gehören auch zur Realität eines Athleten“, bekannte Nadal.

Nach Davis Cup: Nadal hat gehörig Druck

Nadal gehört in der Weltgruppe erstmals seit 2011 wieder dem spanischen Kader an. Sein Ziel vor Wochenfrist war es, den Davis Cup als Test für die anstehende Sandplatzsaison anzugehen. Dort hat der Weltranglistenerste jede Menge Punkte zu verteidigen. Er muss seine Turniersiege in Monte Carlo, Barcelona und Madrid bestätigen, sonst fällt er zurück auf Rang zwei. Eine einzige Niederlage würde schon reichen und Federer wäre wieder die Nummer eins, obwohl er auf Sand auch 2018 kein Turnier bestreiten wird.

Zwar erklärte der Mallorquiner vor Wochen, er spiele nicht mehr für die Position in der Rangliste. Natürlich sind die kommenden Wochen dennoch die wichtigsten des Jahres für den Sandplatzkönig.

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