2017 Miami Open – Day 3

Petkovic ratlos: „Es wird besser und schlechter“

Auch die Geschichte vom fotogenen Leguan auf Court 1 beim Tommy Haas-Match konnte Andrea Petkovic nach einem gebrauchten Tag im Crandon Park von Miami nicht mehr aufheitern. „Es wird besser und schlechter – zur selben Zeit. Das macht keinen Sinn, aber es fühlt sich so an“, sagte Petkovic nach dem 2:6, 4:6 in der Auftaktrunde gegen Jana Cepelova (Slowakei) auf die Frage, wie sie ihr erstes Saison-Viertel bewerten würde.

Petkovic: „Es will noch nicht so“

Die Aussage war bezeichnend für die momentane Ratlosigkeit von Petkovic. Die Situation ist verfahren, eine Bilanz von acht Siegen in 16 Matches 2017 kann die frühere Nummer neun der Welt nicht zufriedenstellen. Eine „Petko“, French-Open-Halbfinalistin von 2014, hat zu recht andere Ansprüche. „Ich mache alles“, meinte die 29-Jährige, die im WTA-Ranking nur noch an Position 76 geführt wird: „Aber es will noch nicht so.“

Petkovics unterschiedlichste Ansätze, wieder zurück zu alter Stärke zu finden, wollen irgendwie nicht fruchten. Nach dem ebenfalls schon „grottenschlecht“ (Petkovic) verlaufenen letzten Jahr hatte sie Sascha Nensel als Coach verpflichtet.

Mit Yoga versuchte die top-austrainierte Rechtshänderin zuletzt, zur Ruhe zu kommen, „den Kopf auszuschalten“, wie sie es beschreibt. Petkovic verschlang zudem die Bücher „The Inner Game of Tennis – die Kunst der entspannten Konzentration“ und „Art of Learning“. Darin berschreibt der US-amerikanische Schachspieler und Taijiquan-Kampfsportler Joshua Waitzkin seine Erfahrungen.

Auch Schwestern-Unterstützung half nicht

Zur Unterstützung der Hessin, die in dieser Saison dreimal im Achtelfinale stand, war sogar Schwester Anja von Darmstadt nach Miami gekommen. Es half nichts. Im Training spielt Petkovic gut. Aber eine Woche nach dem Zweitrunden-Aus in Indian Wells gegen ihre Fed-Cup-Freundin Angelique Kerber war auch in Miami schon früh Endstation. „Ich habe meinen Rhythmus nicht gefunden. Die Länge in meinen Grundschläge hat gefehlt. Mein Comeback im zweiten Satz kam zu spät“, sagte Petkovic mit tränenerstickter Stimme.

Die schwachen Ergebnisse von Petkovic, Annika Beck (Bonn) und Laura Siegemund (Metzingen) in Miami bereiten vier Wochen vor dem Fed-Cup-Duell mit der Ukraine (22./23. April) auch Bundestrainerin Barbara Rittner Sorgenfalten. Als zweite Einzelspielerin für das Playoff-Duell empfahl sich Julia Görges, die durch ein 7:5, 6:3 gegen Alison Riske (USA) in die zweite Runde einzog. Dort stehen bereits die topgesetzte Angelique Kerber (Kiel) und Carina Witthöft (Hamburg). (SID/Red)

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  1. Gerd Bruder

    Und genau die Drei, die es jetzt in Miami in Runde 2 geschafft haben, sollten auch für die Einzelspiele beim Fed-Cup zum Einsatz kommen. Im Doppel muss man noch sehen, wer mit wem kurzfristig am besten passt. Auf Beck (trotz ihres Sieges gegen Bouchard in Indian Wells), Petko und Siegemund kann man derzeit nicht setzen, weil einfach zu schwach bzw. schwankend in ihren Leistungen. Mir ein Rätsel woran es liegt, auch wenn die Gründe bei jeder einzelnen Spielerin sicherlich individueller Natur sind.

    Davon abgesehen sollte man an die Begegnung mit der Ukraine keine allzu hohen Erwartungen knüpfen. Wenn die mit Svitolina und einer fitten Tsurenko aufkreuzen gilt Deutschland wohl kaum als Favorit.


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