2016 French Open – Day Eleven

Podcast aus Paris: „Gasquet hat sich am Ende etwas gehen lassen“

Podcast aus Paris: „Gasquet hat sich am Ende etwas gehen lassen“

Während der French Open aus Paris werden die Kollegen von meinsportradio.de jeden Tag eine Zusammenfassung zum Nachhören liefern. Die Tennis-Experten Philipp Joubert und Andreas Thies, die gemeinsam auch das Tennis-Magazin „Chip & Charge“ produzieren, geben ihre Eindrücke vom Sandplatz-Highlight im Podcast aus Paris auch täglich bei uns preis.

Endlich konnte wieder ein kompletter Tag Tennis in Paris gespielt werden. Besonders das Spiel zwischen Lokalmatador Richard Gasquet und Andy Murray stand im Fokus. Nachdem der Schotte im ersten Satz bereits mit 5:2 in Führung lag und dennoch 5:7 verlor, drohte im zweiten Durchgang genau das gleiche Schicksal. Wieder war Murray 5:2 vor und ließ Gasquet noch einmal auf 5:5 ausgleichen. Doch anders als im ersten Satz kam Murray in den Tiebreak und entschied diesen für sich. Die Sätze drei und vier waren dann klare Angelegenheiten für die Nummer zwei der Setzliste. „Gasquet steht immer schon in dem Ruf, einer der unfitteren Top Ten Spieler zu sein. Das hat nicht nur mit Talent zu tun, sondern auch damit, dass er nie diese 100-prozentige Fitness eines Djokovic, eines Nadals oder eines Federers hatte. Als Murray ihn dann hatte, hat er sich auch ein bisschen gehen lassen.“ Abseits der Schlagzeilen hat sich auch Vorjahressieger Stan Wawrinka wieder ins Viertelfinale gespielt. Er schlug den Spanier Albert Ramos Vinolas glatt in drei Sätzen und trifft nun auf den Schotten. „Wawrinka hat jetzt auch noch nicht gegen die großen Namen gespielt, vielleicht war er deshalb etwas außerhalb der Aufmerksamkeit. Ramos-Vinolas Spiel hat gegen Raonic gut ausgesehen, weil er den Ball gut verteilen kann. Allerdings hilft nur das gegen Wawrinka nicht. Im dritten hat er dann besser aufgeschlagen und konnte den Satz offener gestalten. Wawrinka ist für mich der Favorit gegen Murray.“ Die obere Hälfte um Novak Djokovic ist noch einen Schritt zurück. Der Serbe spielte gestern sein Achtelfinalmatch zu Ende und besiegte den Spanier Bautista-Agut nach verlorenem ersten Durchgang noch recht glatt in vier Sätzen. „Bautista-Agut war im Endeffekt relativ chancenlos. Es wäre interessant gewesen, wenn das Spiel am Dienstag bei den schlechten Bedingungen weiter gespielt worden wäre.“ Sein Viertelfinalgegner ist der Tscheche Tomas Berdych, der Ferrer überraschend deutlich in drei Sätzen schlug. Derweil steht im oberen Viertel ein Debütanten-Duell an. Dominic Thiem trifft nach seinem Viersatz-Erfolg gegen den Spanier Marcel Granollers auf David Goffin, der den Letten Ernests Gulbis schlug.

Bei den Damen gab sich Serena Williams keine Blöße. Gegen die Russin Svitolina gab die Amerikanerin nur zwei Games ab. „Svitolina hat nicht den Killerschlag mit der sie Williams hätte gefährden können.“ Sie trifft nun auf die Kasachin Putintseva, die es als eine von vier ungesetzten Spielerinnen ins Viertelfinale geschafft hat. Auch der Lauf der Kiki Bertens geht weiter. Nach dem Sieg gegen Madison Keys trifft die Kerber-Besiegerin auf Timea Bacsinzsky. Bereits im Halbfinale sind Gabine Muguruza und Samantha Stosur. „Beide haben in den entscheidenden Momenten das Tempo angezogen und konnten so das Spiel für sich entscheiden, auch wenn Muguruza zu Beginn ein bisschen Verhalten war.“

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