2016 French Open – Day Fourteen

Podcast aus Paris: „Muguruza ist nie von ihrem Plan abgewichen“

Während der French Open aus Paris werden die Kollegen von meinsportradio.de jeden Tag eine Zusammenfassung zum Nachhören liefern. Die Tennis-Experten Philipp Joubert und Andreas Thies, die gemeinsam auch das Tennis-Magazin „Chip & Charge“ produzieren, geben ihre Eindrücke vom Sandplatz-Highlight im Podcast aus Paris auch täglich bei uns preis.



„Es war ein über weite Strecken hochklassiges Match und einem Grand Slam-Finale absolut angemessen“, lautet das Fazit von Joubert und Thies, die in ihrem vorletzten Podcast aus Paris natürlich das Damenendspiel zwischen Serena Muguruza und Serena Williams analysieren. Zur Verstärkung ist auch Tennis-Blogger Rene Denfeld mit dabei. „Ich fand es bemerkenswert, wie heftig beide Spielerinnen von Beginn an auf den Punkt gegangen sind“, beginnt Thies die Diskussion. Keine Zurückhaltung, kein Warten auf Fehler der Gegnerin, sondern gleich Full-Speed von der Grundlinie – das machte das Match (trotz vergleichsweise wenigen langen Rallys) sehr interessant. „Ich finde, es passt zu Garbine Muguruza, dass sie mit einem Sieg in so einem Match ihren ersten Grand Slam-Titel geholt hat“, befindet Joubert. Womit er wohl sagen will: Wer solch eine Partie gewinnt, dem ist noch einiges im weiteren Verlauf der Karriere zuzutrauen.

Aber wie schaffte es die Spanierin nun, das Match gegen die übermächtige Serena Williams zu gewinnen? Zwei Punkte führt Experte Joubert an. Erstens: „Muguruza kann das Tempo von Williams nicht nur mitgehen, sie kann die Power innerhalb der Ballwechsel auch selbst bestimmen.“ Zweitens: „Muguruza ist nie von ihrem Match-Plan abgewichen. Sie wollte das Geschehen bestimmen und hat das bis zum letzten Ballwechsel durchgezogen.“ Es zeugt von ihrem großen Selbstbewusstsein, dass sie etwa in ihren letzten beiden Aufschlagspielen nicht einen Punkt abgab. Sie ergriff stets die Initiative und ließ sich nicht zurückdrängen. Auch die vielen Doppelfehler (allein im zweiten Satz waren es fünf!) zeigen, dass sie lieber volles Risiko ging, statt sich von Williams den Return um die Ohren ballern zu lassen. Joubert: „Sie hat damit klar gemacht, dass sie das Match auf ihrem Schläger hat!“

Hier der komplette Podcast aus Paris vom Damenfinale:

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  1. ein richtiger tennisexperte

    @philipp joubert und andreas theis: was schreibt ihr für einen stuß und scheiß zusammen, ihr seid doch keine tennisexperten. wenn serena williams spielt, gesund und fit ist, hat sie immer und zwar immer das match auf ihrem schläger. sie kann sich aktuell nur selber schlagen, sie ist in jedem einzelnen schlag technisch besser als muguruza und hat die größere power und geschwindigkeit. sie muss das aber auch auf dem platz zeigen. sie war im endspiel meilenweit nicht nur von ihrer bestform, sondern auch von ihrer normalform entfernt. und das endspiel war auch nicht hochklassig, sondern eher unterklassig und höchstens spannend. ähnlich wie das endspiel am australian open gegen kerber. in beiden fällen spielte serena teils sehr schlechtes tennis und hat sich beides mal selbst besiegt. Warum? 1. verletzt mit adduktoren problemen 2. müde wegen katatrophaler partieansetzungen (4 spiele in 4 tagen, das verstärkt die verletzung) 3. meilenweit von bestform entfernt 4. seit usopen 2015 mentale blockade, die nicht aufgelöst/aufgearbeitet wurde, die sie total hemmt wie im finale gegen muguruza und jetzt hoffentlich mit einem sehr guten mentalcoach angegangen wird. dann kann sie auch wimbledon 2016 gewinnen. und wenn serena gesund, fit und befreit aufspielen kann und noch annähernd bestform zeigt, dann wird eine muguruza egal auf welchem belag regelrecht vom platz geschossen.


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