2017 French Open – Day Two

Podcast aus Paris – Tag 2: Das typische French Open-Feeling

Am zweiten Tag der French Open bekamen die Zuschauer auf dem Court Philippe Chatrier viele große Namen zu sehen. Garbine Muguruza gewann klar gegen Francesca Schiavone, Novak Djokovic zeigte einen souveränen Sieg über Marcel Granollers. Kristina Mladenovic musste in unserem „Match des Tages“ ihre und die Nerven der vielen französischen Fans beruhigen, als sie erst in der Verlängerung des dritten Satzes gewinnen konnte.



Mladenovic musste sich schon nach wenigen Spielen behandeln lassen und kämpfte sich am Ende aber trotzdem durch. Im dritten Satz schlug sie alleine drei Mal zum Match auf, zwei Mal konnte Brady das sofortige Rebreak holen. Mladenovic wird sich aber nicht ausruhen können, denn in der zweiten Runde wartet mit Anett Kontaveit eine Spielerin, die neulich schon in Rom für Furore sorgte.

Hier gibt es die Sendung zum Nachhören:

Den Anfang auf dem Court Philippe Chatrier machte Garbine Muguruza, die gegen Francesca Schiavone ein vermeintlich schwieriges Los hatte. Schiavone, die Paris-Siegerin von 2010, hatte jedoch gegen das druckvolle Spiel Muguruzas keine Chance. Vor allen Dingen der Return war es, der Schiavone vor teils unlösbare Probleme stellte.

Karolina Pliskova und Kiki Bertens hatten ihre liebe Müh und Not. Besonders Bertens musste zittern, verlor sie doch den ersten Satz gegen Ajla Tomljanovic. Andrea Petkovic verlor ihre Match gegen Varvara Lepchenko zwar, zeigte sich hinterher aber trotzdem positiv. Carina Witthöft dagegen konnte gegen Lauren Davis einen starken Sieg erringen.

Die Hamburgerin Carina Witthoeft zog bei den French Open 2017 in Paris in die zweite Runde ein / Tennis / Sport / French Open / Paris / Frankreich / Tageslicht / Tennisspieler / Aktion / Grand Slam / Major / Bois de Boulogne / Roland Garros / WTA / ITF / ATP /

ERSTE DEUTSCHE IN RUNDE ZWEI: Carina Witthöft schlug Lauren Davies in drei Sätzen (FOTO: Frank Molter).

Bei den Herren waren viele Augen heute auf Novak Djokovic gerichtet. Immerhin war es die erste Begegnung, seitdem Djokovic bekannt gegeben hatte, dass er während der French Open mit Andre Agassi zusammenarbeiten würde. Er siegte gegen Marcel Granollers in drei Sätzen und musste noch nicht sein ganzes Können aufbieten, um in die zweite Runde einzuziehen. Auch Rafael Nadal hatte keine Mühe mit „Enfant terrible“ Benoit Paire, der zwar immer wieder sein Können aufblitzen ließ, am Ende aber klar unterlegen war.

Ernüchternder Tag der Deutschen

Aus deutscher Sicht verlief der zweite Tag der French Open ähnlich ernüchternd wie der erste. Mischa Zverev musste sich nach gewonnenem ersten Satz in 4 Sätzen dem italienischen Qualifikanten Stefano Napolitano geschlagen geben und zeigte dabei längst verloren geglaubte hinderliche Eigenschaften.

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  1. Bonhomme Richard

    Eine Sache allgemeiner Natur ist mir dieser Tage einmal mehr übel aufgestoßen: es treten immer wieder bei Turnieren (nicht nur in Paris!) Spielerinnen und Spieler an, die eigentlich nicht fit sind. Aktuelle Beispiele bei den Damen (also bei Spielen die ich mitverfolgt habe): Julia Görges verlor mit Grippe gegen Madison Brengle, Krystina Pliskova verlor mit tränenden Augen aufgrund einer sie sichtbar behindernden und schwächenden Erkältung gegen Chloe Paquet, die Ranglisten-Nr. 260, und Kristina Mladenovic quälte sich mit blockierter Rückenmuskulatur und unter Tränen vor Schmerzen zu einem mühsamen Dreisatzsieg gegen Jennifer Brady. In allen drei Begegnungen wären die Favoritenrollen in Normalform jeweils klar verteilt gewesen.

    Was auf den ersten Blick heroisch, tapfer und von Sportsgeist getragen erscheinen mag, halte ich mit Verlaub für eine Respektlosigkeit gegenüber Gegnerin und Publikum. Als Spieler/in würde ich mir die Frage stellen, ob mein angeschlagener Gegner mich für so schlecht hält, dass er/sie glaubt, mich auch nur mit halber Kraft – sozusagen im Schongang – mal so eben wegputzen zu können. Und als zahlender Zuschauer fühle ich mich um meinen Anspruch gebracht, jeweils beste sportliche Leistungen auf dem Platz zu sehen, was mit unfitten Akteuren aber nunmal nicht möglich ist! Die Gründe, trotz angeschlagener Gesundheit die Zähne zusammenzubeißen und sich auf den Court zu schleppen, sind sicherlich nachvollziehbar: das Preisgeld, die Ranglistenpunkte, die Publicity, das Renommé, der Druck der Sponsoren, Medien und Fans – alles klar erkennbar, keine Frage.

    Dennoch muss man sehen, dass solche Begegnungen – jedenfalls in meinen Augen – eine Art Wettbewerbsverzerrung darstellen. Der begünstigte Spieler kommt auf diese Weise, indem das Match trotz Verletzung/Krankheit des Gegners ausgetragen wird, nämlich als der“sportlich“ Bessere in die nächste Runde, schließlich hat er ja im Match gesiegt. Unter normalen Umständen wäre das Match in der Mehrzahl der Fälle jedoch anders ausgegangen. So gesehen würde ich es begrüßen, wenn Spieler mit Blessuren, die sie objektiv in ihrer vollen Leistungsfähigkeit behindern, oder mit Erkrankungen, die sie schwächen, aus dem Draw gestrichen und gleich den Teilnehmern behandelt würden, die von sich aus das Turnier von vornherein absagen oder während eines laufenden Matches aufgeben (müssen). Der jeweilige zugeloste Gegner würde auch in diesem Fall weiterkommen, hätte also keinen Schaden. Ich fände eine solche Regelung fairer und transparenter.


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