Day Nine: The Championships – Wimbledon 2016

Podcast aus Wimbledon: „Federers Timing stimmte nicht „

Die Halbfinalisten bei den Herren stehen fest. Roger Federer kämpfte sich nach einem 0:2-Satzrückstand noch zurück und zog in sein elftes Wimbledon-Halbfinale ein, während Andy Murray eine solche Führung beinahe noch verspielt hätte. Die Kollegen von meinsportradio.de liefern dazu ihre Zusammenfassung der Geschehnisse zum Nachhören im Podcast aus Wimbledon. Philipp Joubert und Andreas Thies, die gemeinsam auch das Tennis-Magazin „Chip & Charge“ produzieren, geben ihre Eindrücke vom bedeutensten Turnier der Welt im Podcast aus London auch täglich bei uns preis.



Es war ein sehr spannender Tag auf dem Centre Court. Zwei Fünfsatzpartien bekamen die Zuschauer zu sehen. Den Anfang machte Roger Federer gegen Marin Cilic, der den „Maestro“ bei den US Open 2014 regelrecht vom Platz geschossen hatte. In den ersten beiden Sätzen sah das wieder ähnlich aus: „Es war ein Match der ganz kurzen Ballwechsel. Cilic hat ein bisschen an seine US Open-Form anknüpfen können. Der Kroate hatte vor dieser Partie 90% der Punkte über den ersten Aufschlag gewonnen. Das konnte er auch in den ersten beiden Sätzen durchbringen, hat da sehr viele erste Aufschläge ins Feld gebracht und dann oft mit einem Winner abgeschlossen. Man muss aber auch sagen, dass Federer in dieser Zeit nicht gut gespielt hat. Wie schon in Stuttgart und Halle stimmte oft das Timing nicht. Es waren sehr viele Rahmenbälle dabei. Federer hat auch nicht sehr schlau serviert. Unter Druck muss man immer in die Vorhand von Cilic servieren. Die ist zwar sehr gefährlich, aber auch bei weitem nicht so stabil wie die Rückhand. Federer wurde mit der Zeit ein bisschen besser und Cilic etwas schlechter. Er hat sich dann nicht mehr so weit weg drücken lassen, sondern ist weiter vorgerückt. Von da konnte er dann die Linie runter spielen und ans Netz vorgehen. Er hat am Ende auch mehr Slice gespielt und das Tempo raus genommen. Im fünften Satz war die Nuss dann geknackt.“

Auch Andy Murray konnte seine Hoffnungen auf seinen zweiten Wimbledon-Sieg aufrecht erhalten. Anders als Federer musste Murray nach einer 2:0-Satzführung noch um den Einzug in die Vorschlussrunde bangen. „Murray hat im dritten Satz eine Konzentrationsschwäche gezeigt, während man Tsongas Variabilität sehr gut sehen konnte. Im vierten Satz hat er sich nach einem 2:4-Rückstand noch einmal zurück gespielt und hat dort 20 ganz starke Minuten gespielt. Tsonga fehlt nur ein guter Return, um irgendwann mal Wimbledon-Champion zu werden.“

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