Rekordprämien bei den US Open.

Rekordprämien: US Open höchstdotiertes Turnier der Geschichte

Rekordprämien bei viertem Major des Jahres

Die Profis der ATP und WTA-Tour können sich bei den US Open 2016 über eine Rekordbörse freuen. Bei der 135. Auflage des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres in New York (29. August bis 11. September) werden insgesamt 46,3 Millionen Dollar (umgerechnet 41,7 Millionen Euro) ausgeschüttet – so viel wie noch bei keinem Tennisturnier zuvor. Dies teilten die Organisatoren mit.

Die Gesamtdotierung steigt im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um rund zehn Prozent. Allein die Turniersieger im Einzel bei den Damen und Herren erhalten je 3,5 Millionen Dollar, die unterlegenen Finalteilnehmer noch die Hälfte.

Titelverteidiger in New York

Novak Djokovic: Titelverteidiger in New York

Bereits im letzten Jahr verdiente Novak Djokovic durch seinen Turniersieg 3,3 Millionen Dollar, der im Finale unterlegene Roger Federer konnte sich immerhin mit 1,6 Millionen Dollar trösten.

Im Vergleich dazu erhielt Andy Murray bei seinem jüngsten Triumph in Wimbledon 2,730 Millionen Dollar, während Milos Raonic „nur“ 1,365 Millionen für seinen Finaleinzug erhielt. Dabei war das Preisgeld an der Church Road in diesem Jahr noch einmal um fünf Prozent gehoben worden. Allerdings: Durch den Kurseinbruch des englischen Pfunds im Zuge des EU-Austritts Großbritanniens verloren die Profis einen Teil ihrer Prämien bei der Umrechnung in US-Dollar.

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  1. Stefan Höfel

    So verständlich der Wunsch nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit auch ist, kann ich nicht nachvollziehen, weshalb das seit Jahren im Tennis „verkehrt herum“ ausgeführt wird. Da die Damen im Gegensatz zu den Herren bei den Grand-Slam-Turnieren weniger lange arbeiten müssen, werden sie „überbezahlt“. In Wimbledon waren die letzten sieben Damen-Matches, also die vier VF, die beiden HF und das Finale glatte Zweisatzsiege. Bei den Herren gab es sowohl im VF als auch im HF noch Fünfsatzmatches. Auch für die US Open gilt, dass die Siegerin mind. 14 Sätze und höchstens 21 Sätze spielen muss. Der Sieger muss aber mind. 21 Sätze und höchstens 35 Sätze spielen. Die beiden Extremwerte sind demnach. Beide Sieger spielen je 21 Sätze oder der Sieger spielt 2,5 mal soviele Sätze wie die Siegerin (35:14). Und diese Bevorzung von ohnehin schon gutverdienenden Frauen nützt der „normalen“ Frau doch überhaupt nichts.

  2. Alex

    Ich verstehe das auch nicht. Ist doch eigentlich ganz einfach: Bei den Damen wird das Geld verteilt, das eingenommen wird, und das gleiche Prinzip gilt für die Herren. Profisport ist ja schließlich ausschließlich Unterhaltung, und da kann man doch nur das Geld ausgeben, was man verdient…
    Aber anscheinend funktioniert das bei den Grand Slam-Turnieren nicht, weil sie beide Wettbewerbe parallel austragen, bei den übrigen Turnieren der ATP- und WTA-Tour kann (das heißt nicht muss in jedem Fall!) das Preisgeld ja durchaus unterschiedlich ausfallen.
    Ich glaube, es verlangt auch keiner, bspw. im Fußball den Damen die gleichen Gehälter zu zahlen wie den Männern…

  3. Vreni

    Wo ist eigentlich genau Euer Problem der gleichen Bezahlung? bei gekoppelten Turnieren (wie Grand Slam Turnieren) lässt sich nun mal nicht berechnen, wer jetzt für die Herren- und wer für die Damenspiele Tickets kauft, weil es eben nur Tagestickets gibt und da kannst du alles sehen. Nach den gespielten Sätzen zu gehen ist ziemlicher Quatsch. Es sollte wenn, doch rein nach dem Marktwert gehen (Tickets, Einschaltquoten) Klar zieht Herrentennis etwas mehr Zuschauer als Damentennis. und doch gilt: eine Serena zieht immer noch mehr Zuschauer als die meisten ATP-Spieler.
    Bei den reinen Herren- und Damenturnieren wird schon unterschiedlich bezahlt. Das sollte doch als gerechte Ungleichbehandlung reichen, Jungs… also: Keep cool and calm down.

  4. Alex

    Wo liest Du heraus, dass wir ein „Problem“ mit der gleichen Bezahlung haben? Wenn ich mir Stefans und meinen Beitrag durchlese, finde ich sie recht nüchtern gehalten. Es ist doch eigentlich jeweils nur eine Betrachtung eines Sachverhalts, der zum Nachdenken anregt. Daher müssen wir wohl auch nicht „cool“ bleiben bzw. uns beruhigen… Aber interessant, dass Du, Vreni, unsere Beiträge so deuten willst.
    – Ansonsten schreibst Du ja mehr oder weniger bezüglich der Preisgeldverteilung genau das, was ich auch bereits geschrieben habe, gleichwohl ein wenig detaillierter. Also danke dafür.

  5. Stefan Höfel

    Die Gleichbezahlung bei Grand-Slams ist nicht in Ordnung. Ich denke, dass nicht nur das Eintrittagsgeld für die Preisgelder verwendet werden, sondern dass auch Sponsoren ihren Teil dazu beitragen. Man kann doch z. B. einfach festlegen, dass Männer 50% mehr als Frauen erhalten, da Männer 50% mehr Sätze gewinnen müssen als Frauen, nämlich 3 gegenüber 2. Und wer länger arbeiten muss, soll auch mehr Geld bekommen.


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