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Rittner: „Sabine wird noch mehr Vollgas geben“

Frankfurt/Main (SID) – Bundestrainerin Barbara Rittner glaubt nicht, dass die bittere Niederlage von Sabine Lisicki im Wimbledon-Finale für einen Knacks bei der Berlinerin sorgen könnte. „Natürlich wird der Fokus fortan noch mehr auf ihr liegen. Aber diese zwei tollen Wochen von London werden sie beflügeln, noch mehr zu trainieren. Sabine wird jetzt noch mehr Vollgas geben“, sagte Rittner am Montag im SID-Gespräch und meinte: „Nächstes Jahr kommt sie wieder nach Wimbledon zurück und kann dann vielleicht gewinnen.“



Nach Ausagen der 41-Jährigen ist Lisicki selbst „sehr überrascht“, wie „extrem“ die Begeisterung über ihr gutes Abschneiden in Wimbledon gewesen sei. Am Sonntag war die Berlinerin nach ihrer Ankunft in der Heimat am Flughafen von rund 150 Fans empfangen worden, am Montag folgte eine Pressekonferenz in einem Edelhotel.

„Sabine soll das jetzt auskosten. Erst in den nächsten Tagen wird sie so richtig realisieren, was sie geleistet hat“, meinte Rittner, die Lisicki (23) ein „absolutes Vorbild“ nannte: „Sabine hat so viele Sympathien gewonnen. Auch, weil sie nach dem Finale toll reagiert und zugegeben hat, dass sie einfach überwältigt von der Situation war.“ Lisicki hatte Mitte des zweiten Satzes nach einem Doppelfehler sogar angefangen zu weinen.

Rittner ist auch davon überzeugt, dass die Weltranglisten-18. einen kleinen Boom ausgelöst hat. Natürlich nicht in der Form wie einst bei Boris Becker oder Steffi Graf, „aber viele sind aufmerksam geworden“, sagte die Fed-Cup-Teamchefin.

Ihre damen-Riege um Lisicki, Angelique Kerber, Andrea Petkovic, Julia Görges sieht Rittner auch in punkto Werbewirksamkeit in einer guten Ausgangslage sieht. „Wir haben so viele spannende Gesichter. Jetzt sind einige wachgerüttelt worden. Diese Chance wollen wir nutzen“, meinte die die frühere Profi-Spielerin.

Rittner empfiehlt Lisicki zudem, die Turnierplanung für die nächsten Wochen etwas vorsichtiger anzugehen. Die Wimbledon-Finalistin wollte ursprünglich schon übernächste Woche beim Hartplatz-Turnier in Stanford an den Start gehen. „Vielleicht sollte sie noch eine Trainingswoche mehr in den USA einlegen“, mahnte Rittner. Als letztes Grand-Slam-Turnier stehen vom 26. August bis 9. September die US Open in New York auf dem Programm. Auch in den USA ist die in Bradenton/Florida beheimatete Lisicki ein Publikumsliebling.

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