The Internazionali BNL d’Italia 2017 – Day Seven

Rom-Finale: Stürmt Zverev heute schon in die Top 10?

Es ist das bislang größte Match seiner Karriere: Heute ab 16 Uhr (live bei SKY) trifft Alexander Zverev in Rom in seinem ersten ATP-Masters-Finale auf Novak Djokovic. Der 20-Jährige kann nicht nur seinen ersten Masters-Titel einsammeln – er könnte auch erstmals in die Top 10 der Weltrangliste stürmen.



Im Live-Ranking belegt Zverev jetzt schon Rang 14. Sollte er in Rom gewinnen, würde es für ihn noch vier weitere Positionen nach oben gehen. Der letzte deutsche Profi, der in den Top 10 stand, war Tommy Haas – vor fast zehn Jahren. Im Oktober 2007 zählte Haas zuletzt zu den besten zehn Spielern der Welt. Im Sommer 2013 stand er kurz vor einer Rückkehr in den Top 10, bei Position elf war für ihn dieses Mal aber Schluss.

Unterwegs auf historischen Pfaden

Nach seinem Halbfinal-Sieg gegen John Isner bewegt sich Zverev schon jetzt auf historischen Pfaden. Er ist der erste Deutsche in einem ATP-Masters-Finale seit Nicolas Kiefer 2008 in Kanada. Und er ist der erste deutsche Finalist in Rom seit Tommy Haas, der 2002 glatt gegen Andre Agassi verlor.

Auch im „Race to London“, also in der Jahreswertung der ATP-Tour, macht Zverev einige Plätze gut. Im Live-Race belegt er jetzt schon Platz vier – hinter Rafael Nadal, Roger Federer und Dominic Thiem. Ein Sieg im Rom-Finale würde ihn nicht weiter nach oben bringen – der Punktabstand zu Thiem ist zu groß.

Kuriose Konstellation: Spielt Zverev weiter auf diesem Level, könnte er sich tatsächlich für das „ATP World Tour-Final“ in London qualifizieren. Gleichzeitig spricht alles dafür, dass er beim sogenannten „Next Gen Final“ in Mailand als bester U21-Profi dabei sein wird. Im November könnte er dann zwei Saisonabschluss-Turniere in Serie bestreiten: Erst das kleine „Next Gen-Final“ in Mailand (7. bis 11.11.), dann das große „ATP  World Tour Final“ in London (12. bis 19.11.)! Wobei: Sollte er sich wirklich für beide Events qualifizieren, könnte er Mailand auch absagen.

Djokovic mit Galavorstellung

Aber das ist derzeit noch alles Zukunftsmusik. Zunächst wartet im Finale von Rom Novak Djokovic, der plötzlich wieder Bestform verdächtig nah zu sein scheint. Der Dominanter der letzten Jahre hatte in den letzten Monaten ungewohnte Schwächen gezeigt und entledigte sich neulich seines kompletten Trainer-Stabs, um einen Neuanfang zu wagen. Gestern im Halbfinale gegen Dominic Thiem allerdings lieferte der Serbe eine Galavorstellung ab – 6:1, 6:0-Sieg in noch nicht einmal 60 Minuten.

Djokovic war nach dem Finaleinzug in Rom erleichtert und glücklich wie lange nicht. „Ja, das war zweifellos meine beste Leistung in diesem Jahr und sogar länger darüber hinaus. Ich habe jede Minute auf dem Platz genossen, es war ein perfektes Match“, sagte der Serbe. Sollte er diese Leistung gegen Zverev wiederholen, wird es schwer für Zverev.

Aber klar ist auch: Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er endgültig in den Top 10 stehen wird.

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  1. Stefan Höfel

    Sollte Djokovic, der gerade den ersten Satz gegen Zverev verloren hat, in Rom den Titel holen, würde er aber im Race to London an Zverev vorbeiziehen!


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