Sam Groth – der schnellste Aufschläger der Welt im Video

Wenn am Wochenende die Davis Cup-Viertelfinals anstehen, wird auch Sam Groth höchstwahrscheinlich auf dem Court stehen. Der australische Teamchef Wally Masur hat Groth an der Seite von Veteran Lleyton Hewitt für das Doppel am Samstag gegen Kasachstan aufgestellt. Gespielt wird auf Rasen in Darwin. Dort kann Groth mit seiner stärksten Waffe, dem Aufschlag, wieder einigen Schaden anrichten. Groth ist kein Schönspieler, kein filigraner Techniker. Nein, er spielt mit seinen 100 Kilo verteilt auf 1,93 Meter schnörkelloses Hauruck-Tennis. Groth zimmert auf den Ball, als gäbe es keinen Morgen mehr. Mit dieser Spielweise hat er schon einiges erreicht. Seit einem Jahr steht er in den Top 100, aktuell ist er auf Platz 68 notiert.

263 km/h beim Challenger in Busan 2012

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WELTREKORD: Sam Groth nach dem schnellsten Service in Busan 2012.

Zu Weltruhm, zumindest in der Tennisszene, brachte es Groth, als er 2012 beim Challenger-Turnier im südkoreanischen Busan mit 263 Stundenkilometern servierte. Das ist bis heute der schnellste jemals gemessene Aufschlag. Allerdings: Es gab damals Zweifel, ob die verwendete Messtechnik den gewünschten ATP-Standards entsprach. Wie auch immer: Groth, der damals die Nummer 340 der Welt war, hält seitdem die Bestmarke. Unbestritten verfügt der 27-Jährige über einen der schnellsten Aufschläge im Herrentennis.

Woher seine Power für die Hochgeschwindigkeitsgeschosse kommt, kann man gut in einem von Tennis Australia via Twitter veröffentlichen Zeitlupen-Video beobachten (s. oben). Zu sehen ist der Rekordhalter beim lockeren Aufschlagtraining. Was sofort auffällt: Wie extrem tief Groth in der Vorbereitungsphase seines Aufschlags in die Knie geht. Für ein paar Zehntelsekunden verharrt er in einer Art „Sitzhaltung“. Aus dieser Position heraus katapultiert er sich nach oben , bringt seinen Körper in die totale Streckung und überträgt die aufgebaute Energie aus den Beinen in den Schlag hinein. Nach dem gewaltigen Treffpunkt, der weit vor dem Körper liegt, macht Groth zwei Schritte, um schon kurz vor der T-Linie zu stehen. Das hilft ihm bei seinen Serve-and-Volley-Attacken, die Groth regelmäßig, gerade auf Rasen, in sein Spiel einstreut.

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