Maria Scharapowa schaut in eine schwierige Zukunft

Sharapova: „Wird es schwierig werden? Absolut“

Maria Sharapova rechnet nach dem Ablauf ihrer 15-monatigen Dopingsperre mit einem steinigen Weg zurück in die Weltspitze. „Wird es schwierig werden? Absolut.“



Nur Training, kein Wettkampf

„Ich trainiere seit vier Monaten wirklich hart. Aber Übungseinheiten sind eben keine Matches. Es ist ein Unterschied, wenn man auf der anderen Seite des Netzes jemanden sieht“, sagte die 29-jährige Scharapova am Rande einer Frauen-Konferenz in Kalifornien.

Die Russin, die im vergangenen Jahr des Meldonium-Missbrauchs überführt worden war, wird am 26. April beim WTA-Turnier in Stuttgart ihr Comeback feiern. „Ich habe meinen Job zurück. Das ist großartig“, meinte Sharapova, die sich vier Wochen vor ihrer Rückkehr auf die WTA-Tour betont kämpferisch gibt.

Harter Kampf um die Rückkehr

„Ich bin in meiner sportlichen Karriere an einem Punkt angelangt, an dem ich näher am Ende als am Anfang bin. Und man möchte ein solches Kapitel nach den eigenen Regeln beenden“, betonte die fünfmalige Major-Siegerin. Genau deshalb habe sie „so hart“ um die Wahrheit gekämpft: „Man realisiert nicht, wie sehr man etwas liebt, bis man es für einige Zeit verliert.“

Pikant ist allerdings, dass die Sanktion von Scharapova erst abläuft, wenn das Turnier in Stuttgart bereits begonnen hat. Ihr Erstrundenmatch bestreitet die frühere Nummer eins deshalb erst am 26. April, nachdem sie in den Tagen zuvor die Anlage wegen ihrer noch laufenden Dopingsperre gar nicht betreten darf.

Sharapova vor Comeback

In Stuttgart ist Maria Sharapova wieder auf dem Court zu sehen. Die Russin bakam eine Wildcard für das Turnier.

Viel Gegenwind von anderen Profis

Viele Profis wie Angelique Kerber und Caroline Wozniacki (Dänemark) hatten die „Lex Sharapova“ kritisiert. Auch für die Sandplatz-Turniere in Madrid und Rom hat die Russin, die keine offizielle Weltranglisten-Platzierung mehr hat, bereits Wildcards bekommen.

France's Jo-Wilfried Tsonga celebrates during his ATP Marseille Open 13 semi-final tennis match against Australia's Nick Kyrgios in Marseille, southern France, on February 25, 2017. / AFP / BERTRAND LANGLOIS (Photo credit should read BERTRAND LANGLOIS/AFP/Getty Images)

Neben einigen WTA-Spielerinnen meldete sich auch Jo-Wilfried Tsonga zur Rückkehr von Maria Sharapova zu Wort.

Der französische Profi Jo-Wilfried Tsonga sagte mit Blick auf einen möglichen „Freibrief“ für Sharapova für die French Open in Paris: „Das wäre ungefähr so, als würde man ein Kind, das sich schlecht benommen hat, mit Süßigkeiten belohnen.“

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  1. Stefan Höfel

    Tennis ist nun einmal ein Geschäft! Sharapowa fängt mit null Punkten wieder an. Kerber, Wozniacki und Co. haben doch nur Angst davor, dass sie schon in ihrem Auftaktmatch gegen die ungesetzte Russin spielen müssen. Wer mit den Wildcards für Sharapowa nicht einverstanden ist, kann ja die entsprechenden Turniere boy- oder besser „girlkottieren“. 🙂 Aber dafür fehlt dann den „Mädels“ doch der … in der Hose und das Preisgeld auf dem Konto. Und es ist wie jetzt bei dem Vorschlag von Bundestagspräsident Lammert. Den hätte man auch früher machen können. Und die Spielerinnen und die WTA hätten sich schon viel früher Gedanken zur Rückkehr von Sharapowa und möglichen Folgen machen können.


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