Porsche Tennis Grand Prix – Day 3

Sharapova: Erst Stuttgart-Sillenbuch, jetzt Porsche-Arena

Maria Sharapova hat am Mittwochmorgen erstmals seit Ablauf ihrer Dopingsperre die Anlage des WTA-Turniers in Stuttgart betreten. Um 9.13 Uhr begann die 30-jährige Russin auf dem Centre Court vor zwei Dutzend Medienvertretern und Kamerateams mit ihrer Trainingseinheit. Sharapovas 15-monatige Sanktion wegen Meldonium-Missbrauchs war Dienstagnacht abgelaufen.



Am Mittwochabend (18.30 Uhr/Sport1) steht für die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin nach 456-tägiger Abstinenz von der Tour ihre Erstrundenpartie gegen Roberta Vinci (Italien) auf dem Programm. Sharapova, die keine Weltranglistenposition mehr besitzt, hatte für das Sandplatzevent eine umstrittene Wildcard erhalten. Den Titel in Stuttgart hatte sie dreimal (2012-2014) gewonnen.

Sharapova in Leggings und Top

Zwei Minuten früher als geplant betrat die Russin am Mittwochmorgen in schwarz-grauer Leggings und grauem Top hochkonzentriert den Platz. Zuvor hatte Titelverteidigerin Angelique Kerber (Kiel) auf dem Court trainiert. Nachdem Sharapova ihren schwarzen Visor aufgesetzt hatte, begann sie zusammen mit Coach Sven Groenefeld mit der einstündigen Einheit.

STUTTGART, GERMANY - APRIL 26: Maria Sharapova of Russia in action during training before her match against Roberta Vinci of Italy during the Porsche Tennis Grand Prix at Porsche Arena on April 26, 2017 in Stuttgart, Germany. (Photo by Adam Pretty/Bongarts/Getty Images)

PREMIERE 2017: Sharapova bei ihrem ersten Auftritt in der Porsche-Arena von Stuttgart.

Seit Freitag hatte sich die zweimalige French-Open-Gewinnerin beim SV Sillenbuch vor den Toren von Stuttgart fit gehalten, da sie die Turnieranlage wegen ihrer Sperre noch nicht betreten durfte. Die Vergabe der Wildcard an die russische Dopingsünderin hatte besonders unter den anderen Spielerinnen für Diskussionsstoff gesorgt. „Als Vorbild für den Nachwuchs ist es nicht gut, wenn eine Dopingsünderin eine Wildcard bekommt“, sagte die Weltranglistenfünfte Simona Halep.

Allerdings handelten die Stuttgarter Turnierverantwortlichen um Markus Günthardt im Fall Sharapova absolut regelkonform. Auch für die folgenden Turniere in Madrid und Rom hat die Russin bereits „Freifahrtsscheine“ zugesagt bekommen. Ob sie bei den French Open (ab 28. Mai) direkt im Hauptfeld startet darf, wird am 15. Mai entschieden.

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