Kyrgios griff gegen Wawrinka in die unterste Schublade

Schlammschlacht unter Tennisstars: Kyrgios bepöbelt Wawrinka

Schmutziger Zoff im Gentleman’s Sport: Australiens Jungstar Nick Kyrgios hat bei seinem Zweitrunden-Aufgabesieg über den Schweizer French-Open-Sieger Stan Wawrinka in die unterste Schublade gegriffen. Im zweiten Satzes verkündete der 20-Jährige gut hörbar aufgefangen vom Platzmikrofon, dass sich sein Aussie-Kollege Thanasi Kokkinakis und Wawrinkas Flamme Donna Vekic menschlich wie körperlich sehr nahe gekommen seien.



„Kokkinakis banged your girlfriend, sorry to tell you that, mate“, sagte Kyrgios: „Kokkinakis hat deine Freundin gebumst, sorry, dir das sagen zu müssen, Kumpel.“ Wawrinka (30) hatte sich im April von seiner Frau Ilham (41) getrennt, Nachfolgerin an seiner Seite soll Kroatiens Tennis-Jungstar Vekic (19) sein – offizielle Aussagen gab es dazu nicht. Kokkinakis (19) gehört wie der notorische Rüpel Kyrgios zu den jungen Wilden im australischen Tennis.

Im Video: Kyrgios bepöbelt Wawrinka

https://youtu.be/rAAQO0a0dlo

Wawrinka, der beim Stand 7:6, 4:6, 0:4 wegen einer Rückenverletzung aufgab, blieb Kyrgios‘ verbaler Aussetzer zunächst verborgen, nach dem Spiel holte er aber zur Gegenattacke aus und feuerte via Twitter aus allen Rohren. „Es ist so enttäuschend, dass ein Kollege in einer Weise respektlos sein kann, die man sich nicht einmal ausmalen konnte“, schrieb der zweimalige Grand-Slam-Champion: „Das würde ich nicht einmal zu meinem schlimmsten Feind sagen. So tief zu sinken, ist inakzeptabel und jenseits jeder Vorstellungskraft.“

Auch Wawrinkas Coach Magnus Norman teilte in Richtung Kyrgios aus – natürlich via Twitter: „Das war ganz schwach, Nick Kyrgios. Ich hoffe, du hast ein paar Leute um dich, die dir heute mal etwas über das Leben erzählen können.“ Kyrgios selbst gab sich trotzig: „Wawrinka war im ganzen Match frech zu mir. Und dann ist das eben in der Hitze des Gefechts passiert.“ Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Kyrgios künftig von Altstar Lleyton Hewitt betreut wird. (Red/SID)

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11 Kommentare

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    • Moni

      Vielleicht sollte man als Tennis-Fan auch mal ein Stückchen weiterdenken: Es ist indiskutabel, dass das Verhalten von Kyrgios nicht korrekt war – des Öfteren schon nicht! (Was der Autor dieses Kommentars auch mit keinem Wort bestritten hat!!) Aber was passiert mit dem Sport, den wir alle so lieben, wenn Federer, Djokovic & Co. mal nicht mehr auf der Tour sind?! Wir brauchen kein unfaires Verhalten, aber wir brauchen Typen! Kyrgios tut dem Sport in dem Sinne gut, weil er Aufsehen in den Medien erregt! Und das braucht die Sportart, um weiter zu überleben! Es ist nun mal so, dass heutzutage der Sport mehr als je zuvor auf die Popularität und auf die Aufmerksamkeit in den Medien angewiesen ist. Wenn sich alle nur mit Samthandschuhen anfassen, bleibt zwar der harte Kern an Tennisfans, aber der Sport wird wohl oder übel zu langweilig für den Rest. Jeder Sport braucht Typen – welches Match gucken Sie lieber: Kyrgios oder Chardy (trennen nur wenige Plätze in der WR)?? Also ganz ehrlich: Vielleicht mal weniger persönlich werden und weiterdenken, was auch die Aufgabe eines Journalisten ist 🙂

      • Svante

        Jaja, wir brauchen Typen! Das hört man ständig, von jedem Sportjournalisten, für jede Sportart. Was soll das denn heißen? Ist man nur dann sehenswert wenn man andere Menschen wie Dreck behandelt? Wo genau liegt denn da die Grenze? Sollen wir dem Sportnachwuchs nun beibringen sich möglichst schlecht zu benehmen damit wir endlich „Typen“ haben? Und zu guter Letzt, man propagiert schlechtes Benehmen im Sport und erwartet dann ernsthaft ein faires, anständiges Miteinander außerhalb der Arenen?
        In diesem Sinne greife ich gerne Ihren ersten Satz auf, einfach mal ein Stückchen weiterdenken…

    • Georg

      Sie haben den Artikel leider nicht verstanden! Der Autor verurteilt doch die Beleidigung, spricht sich sogar für eine Bestrafung aus. Aber er sieht auch den Mehrwert eines so temperamentvollen Profis, durch den Tennis für viele Fans wieder interessant wird. Das mag sie stören, dass ein solches Verhalten dazu beiträgt, den Tennissport in den Vordergrund zu rücken. Aber es ist eben ein Weg von vielen – und durchaus ein erfolgreicher, wie man an der Aufregung rund um Kyrgios nun sehen kann. Ich persönlich halte auch mehr davon, sich mit Leistung in den Fokus zu spielen, aber man muss sich zugestehen: Etwas mehr Zündstoff auf der Tour schadet sicher nicht!

      • Svante

        Das habe ich schon gelesen und verstanden 😉 Kurz gesagt, mir fehlt die Fantasie eine Kongruenz zwischen dem fordern einer Bestrafung und der Verehrung als „Type“ zu finden. Falls ich die ASA Absolventen Logik richtig verstehe, macht ihn doch sein zu bestrafendes Verhalten zu einem dieser begehrten „Typen“!?

  1. Josef

    Finde es ebenfalls nicht gut, wenn ich schlechtes Benehmen (im Tennis) plötzlich gut finden soll, Herr Böseler.

    Kyrgios mag wohl ein großes Tennistalent sein.

    Dennoch sollten meines Erachtens alle Tennisfans – weiblich oder männlich – weiterhin Fairneß und Anstand hoch halten!

  2. Tennisfan

    Zum provozieren war jetzt mal Tim Böseler dran, nachdem Nicolas Kiefer diesbezüglich doch schon arg verbraucht ist. Die Leserkommentare waren ja auch mau, außer „Kiwi“ ließ dem Tennispublikum wissen, wie er die Dinge so sieht. Ein Unterschied gibt es dann doch: Der Kommentar von Tim Böseler hatte Tiefgang und er begründet seine Meinung einleuchtend. Und ich bin im wesentlichen seiner Meinung.
    Das Tennis braucht Typen. So wie John McEnroe, Boris Becker, Serena Williams oder – um mal die Sportart zu wechseln – Oliver Kahn. Das waren oder sind Typen – aber keine A…
    Die Menge macht das Gift. Typen, wenn es nicht zu viele sind, bereichern eine Sportart. A… schaden hingegen. SVANATE stellt die richtige Frage: Wo genau liegt denn da die Grenze? Schwer zu sagen. Nick Kyrgios hat sie im Fall Wawrinka überschritten, auch wenn seine Aussage durchaus Informationswert haben mag. Zudem deutet sein Verhalten darauf hin, dass er über eine unzureichende Impulskontrolle verfügt.

  3. mike

    na ja, der Kyrgios koennte mal genau so unbeliebt auf der Tour warden wie es
    Kiefer oder Stepanek waren. Merkmal ist wie immer sich auf Kosten anderer
    hervor zu tun.
    Kiefer die Ratte war sein Spitznahme
    Da past er ja gut zum Tennis Magazin

  4. Eve

    Wie sich alle aufregen, sooo schlimm war das jetzt auch nicht.
    Die zwei (Wawris neue Freundin und der Typ, der sie gef***t hat) sind beide 19, denkt ihr wirklich, die war vorher Jungfrau, und Stan damit ihr Erster???
    Solange er sie nicht gekna**t hat, waehrend sie mit Stan zusammen war, ist das doch kein Problem… Voellig deplatziert, ja, aber macht mal kein Drama draus, Maedels.


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