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Schüttler und Zverev verlieren – Haas gewinnt

Bei den 128. US Open in New York sind die deutschen Tennisprofis Rainer Schüttler und Mischa Zverev in der ersten Runde ausgeschieden, die deutsche Ehre verteidigte indes Tommy Haas, der nach fünf Sätzen in die zweite Runde einzog.



Der 30 Jahre alte Haas bezwang in seinem Auftaktmatch den an Nummer zwölf gesetzten Franzosen Richard Gasquet mit 6:7 (3:7), 6:4, 5:7, 7:5, 6:2 und vermied sein erstes Erstrundenaus in New York seit 1996. In den vergangenen beiden Jahren hatte der Daviscupspieler jeweils das Viertelfinale erreicht.

Fiebrige Erkältung legt Schüttler auf Eis

Wimbledon-Halbfinalist Schüttler musste wegen den Nachwirkungen einer fiebrigen Erkältung das Match gegen Florent Serra (Frankreich) beim Stand von 6:7 (8:10), 0:6, 0:2 aufgeben. Der Korbacher erlebte nach der Verwirklichung seines Olympia-Traums und einer Reise um die halbe Welt den Alptraum von New York. „Ich hatte keine Energie, die Stirnhöhle war komplett zu. Das ist enttäuschend, aber unter den Bedingungen war nicht mehr drin“, sagte Schüttler, der im ersten Durchgang vier Satzbälle vergeben hatte.

Beim Stand von 6:7 (8:10), 0:6, 0:2 trottete Schüttler dann nur noch entkräftet zum Netz und erklärte den Trip zum Big Apple vorzeitig für beendet. Schon in den vergangenen Jahren hatte er sich in New York nie wohl gefühlt. Schüttler: „Das wird nicht mehr mein Lieblingsturnier. Irgend etwas habe ich hier immer.“

Trainer Hordorff: „Es ging einfach nicht mehr.“

Für seinen Trainer Dirk Hordorff hatte sich der bittere Abschluss des Auftaktspiels abgezeichnet. „Es ging einfach nicht mehr, Rainer war zu schwach. Er hatte wohlweißlich kein Antibiotika genommen. Sonst hätte er ja gar nicht spielen können“, meinte Hordorff: „Nach dem verlorenen ersten Satz war mir klar, dass die Kräfte nicht mehr reichen würden.“

Wegen einer Erkältung samt Heiserkeit hatte Schüttler nach seiner Ankunft von den Olympischen Spielen in Peking in der vergangenen Woche bereits mehrere Tage in seinem New Yorker Hotelbett verbringen müssen. Beim Training zuletzt fühlte sich der 32 Jahre alte Hesse („Die Reiserei war schon anstrengend“) allerdings schon wieder einigermaßen fit.

Schüttler: „Ich gehe erst einmal zum Arzt“

Zunächst war bei Schüttlers Auftakt gegen den in der Weltrangliste 33 Plätze niedriger platzierten Serra auch nichts von einer gesundheitlichen Beeinträchtigung zu spüren. Souverän ging er sicher von der Grundlinie agierend mit 5:2 in Führung. Trotz eines Bruchs im Spiel erkämpfte sich Schüttler im Tiebreak insgesamt vier Satzbälle, vergab diese aber kläglich und wirkte danach völlig emotionslos. Ob er am Mittwoch sein Doppel mit Jürgen Melzer (Österreich) spielen kann, steht noch nicht fest. „Jetzt gehe ich erst einmal zum Arzt“, sagte Schüttler, der nach den US Open eine mehrwöchige Turnierpause einlegen will.

Bereits in den letzten beiden Jahren war Schüttler, der durch die Halbfinal-Teilnahme in Wimbledon nach Jahren voller Rückschläge seine „Wiederauferstehung“ gefeiert hatte, in der ersten Runde gescheitert. Sein bestes Abschneiden in New York war vor fünf Jahren der Einzug ins Achtelfinale. Am Dienstag absolvierten nach Schüttler noch insgesamt sechs deutsche Profis ihre Erstrundenmatches.

Der 21 Jahre alte Hamburger Zverev hatte indes beim 6:7 (4:7), 2:6, 1:6 gegen den an Nummer 15 gesetzten Tommy Robredo (Spanien) nur im ersten Satz eine Chance. Für Zverev war es die erste Teilnahme am letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres.

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