Venus Williams nach 14 Jahren wieder im Melbourne-Finale

Serena gegen Venus: Sister-Act im Melbourne-Finale

Das Endspiel der Damen bei den Australian Open am Samstag lautet Serena gegen Venus Williams. Beide Spielerinnen könnten für neue Rekorde sorgen.



Venus Williams steht nach 14 Jahren wieder im Finale der Australian Open und ist mit 36 Jahren die bislang älteste Endspiel-Teilnehmerin von Melbourne in der Open Era. Die an Position 13 gesetzte Williams bezwang am Australia Day im US-Halbfinale die ungesetzte Kerber-Bezwingerin Coco Vandeweghe mit 6:7, 6:2, 6:3 und führte danach auf dem Centre Court ein flottes Tänzchen auf. „Der Sieg bedeutet mir so viel. Dass ich die Möglichkeit habe, andere damit zu inspirieren, ist ein Traum“, meinte Williams.

Serena gegen Venus

Nach ihrem Finaleinzug legte Venus Williams ein flottes Tänzchen hin

Vandeweghe mit starker Leistung

Die Weltranglisten-35. Coco Vandeweghe, die im Achtelfinale Titelverteidigerin Angelique Kerber ausgeschaltet hatte, begann stark und punktete immer wieder mit ihrer Vorhand. Mit einem Aufschlagwinner holte sich die 25-Jährige in ihrem ersten Major-Halbfinale den ersten Durchgang. Doch Williams, die in ihrer Karriere noch nie beim ersten Highlight der Saison triumphiert hatte, kam danach immer besser ins Spiel. Mit ihrem neunten Ass sorgte die fünfmalige Wimbledonsiegerin für den Satzausgleich – und nahm gleich zu Beginn des Entscheidungsdurchgangs ihrer elf Jahre jüngeren Gegnerin den Aufschlag ab.

Serena gegen Venus

Schwesterherz, ich komme! Serena Williams folgt Venus ins Finale.

Serena gegen Venus – zuletzt 2003 in Melbourne

Nach 2:26 Stunden verwandelte Venus Williams ihren vierten Matchball und trug ihren Teil zum 28. Sister Act bei.  Schwester Serena besiegte die Kroatin Mirjana Lucic-Baroni locker mit 6:2, 6:1. Bei einem Grand-Slam-Turnier hatten sich die beiden Williams-Schwestern bislang 14-mal gegenübergestanden – Serena hatte dabei neun Matches gewonnen.

Zuletzt hatte Venus Williams 2009 in Wimbledon in einem Major-Endspiel gestanden. Ein Jahr zuvor hatte sie dort ihren letzten von bislang sieben Grand-Slam-Titel geholt. Serena Williams würde mit dem Finalsieg am Sonntag die momentane Nummer eins, Angelique Kerber, wieder überholen und sich den Platz an der Weltranglistenspitze zurückholen.

Zusätzlich kann die jüngere Williams-Schwester ihren 23. Grand Slam-Titel einfahren und damit an Steffi Graf als erfolgreiste Tennisspielerin der Profi-Ära vorbeiziehen. Venus Williams ist dagegen die erste Spielerin, die es geschafft hat, nach so langer Zeit (14 Jahre) erneut das Finale der Australian Open zu erreichen. Bislang waren sieben Jahre das Maximum.

Serena und Venus Williams treffen im Finale der Australian Open (Samstag, 9:30/Eurosport) zum 28. Mal aufeinander. Serena hat bisher 16 Matches gegen ihre ältere Schwester gewonnen, Venus gelangen elf Siege. Das erste Duell zwischen den erfolgreichsten Geschwistern der Tennisgeschichte fand vor 18 Jahren ebenfalls in Melbourne statt: Damals setzte sich Venus in der zweiten Runde mit 7:6 (7:4), 6:1 durch. – Die Williams-Schwestern im Vergleich:

Serena gegen Venus – der direkte Vergleich

SerenaVenus
35Alter36
1,75Größe1,85
16Siege11
8Siege in Finalduellen 3
7Siege in Grand Slam-Duellen5
71WTA-Titel49
22Grand Slam-Titel7
309Nummer eins der Welt (Wochen)11
81.761.761Preisgeld (Dollar)33.435.058

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  1. Stefan Höfel

    America First auch im Tennis? Zumindest sind im Frauentennis in Melbourne drei der besten 4 und die beiden besten und damit auch die Siegerin aus den USA. Ob das ab Montag auch wieder für die WTA-Rangliste gilt, wird das Schwesternfinale zeigen. Schlecht für Kerber ist, dass Venus Williams mit einem Australian Open-Sieg den Karriere-Grand-Slam nicht komplettieren würde, da ihr auch noch der French Open-Titel fehlt. Schon bemerkenswert, dass bei Damen und Herren keine erfolgreiche Titelverteidigung gelang und beide Nr.1 nicht aus eigener Kraft die Nr.1 halten konnten.


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