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Serve & Drive: Tag 5 – Das beste Omelette und viele Alligatoren

Ein Road Trip durch Florida. In dieser Woche steuert tennis MAGAZIN drei Ziele an: den im Januar eröffneten USTA National Campus in der Nähe von Orlando, die IMG Academy in Bradenton und die Miami Open auf der Millionärsinsel Key Biscayne mit Blick auf Downtown Miami.

Mit offenem Verdeck die Küste entlang

Ein Tag auf dem Highway. Als wir am Abend vor unserer Abreise auf die Wetterkarte geguckt haben, war klar: Wir müssen nicht ganz früh raus. In Miami ist Regen. Also fahren wir erst um 8.30 von unserem Hotel in Bradenton Beach Richtung Miami und planen ein paar Stopps ein.

Viel schöner kann eine Autofahrt nicht starten. 25 Grad, die Sonne scheint vom wolkenlosen tiefblauen Himmel. Das Verdeck – klar – ist offen. Es geht zunächst immer entlang der Küste. Longboat Key schließt sich an Anna Maria Island an, weiße Strände, Palmen, Villen so weit das Auge reicht. Weiß Gott keine Arme-Leute-Gegend.

Wir frühstücken in einem französischen Lokal und Fotograf Oliver Hardt und ich sind uns einig: das beste Frühstück seit wir in Florida sind – Omelette, Toasts, Früchte. Und ein Espresso, der seinem Namen alle Ehre macht. Normalerweise sind die Amerikaner keine Spezialisten, was Kaffee angeht.

Serve & Drive: Tag 5

So kann der Tag starten: Frühstück in einem französischen Café in Longboat Key.

Keine Zeit für Marco Island

Weiter geht es auf der Interstate 75. Den Highway 41 zu fahren, wäre schöner. Es würde allerdings auch viel länger dauern. Speed Limit auf dem Interstate ist oft 75 Meilen pro Stunde. 80 mph zu fahren ist okay, immerhin etwas mehr als 120 km/h. Rechts von uns lassen wir all die schönen Orte, die sich wie die Perlen an einer Kette aneinanderreihen, liegen: Sarasota, Fort Myers, Cape Coral, Naples.

In Naples machen wir einen Stopp, wollen noch kurz zum malerischen Marco Island, verwerfen die Idee allerdings, weil der Verkehr Richtung Insel zähflüssig wird und wir bestimmt eine Stunde verlieren werden. Den Yachthafen müssen wir ein anderes Mal besuchen. Also sofort in die Everglades, auf dem alten Tamiami Trail, eine einspurige Schnellstraße, die durch dieses riesige Naturschutzgebiet im Süden Floridas führt.

Keine Ausnahme für tennis MAGAZIN

Bevor wir Tennisbälle bei den Miami Open sehen, wollen wir Alligatoren bestaunen. Wir werden fündig. Gleich zu Beginn des Trails werden Airboot-Tours durch die Swamps, die Sümpfe angeboten. Im Office steht eine Gruppe Touristen. Der Reihe nach dürfen sie einen Mini-Alligator in den Händen halten. Unser Plan: ein kleines Video drehen. Geht aber leider nicht. „Nicht für kommerzielle Zwecke“, bellt die Dame hinter dem Tresen. „Come On“, entgegnen wir, „wir sind vom tennis MAGAZIN, wen stört das?

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Auf der Alligatoren-Farm in den Everglades: Fast wäre ich über einen gestolpert. Zu meinem Glück war es nur ein Baby.

Keine Chance, die Dame lässt nicht mit sich verhandeln. Also fahren wir weiter. Ziemlich genau in der Mitte, zwischen Golf- und Ostküste, bietet sich die nächste Chance. Auf einem Steg wimmelt es von Touristen. Da muss es etwas zu sehen geben. Und tatsächlich: Unterhalb des Steges tummeln sich rund 20 zum Teil riesige Alligatoren. „Das ist ungewöhnlich“, sagt ein Ranger, „normalerweise verschwinden sie, wenn sie meine Stimme hören.“ Wir lernen: Alligatoren sehen immer noch aus wie vor acht Millionen Jahren. Sie hören, riechen und sehen extrem gut. Vor allem im Dunklen fungieren die Augen wie ein Nachtsichtgerät.

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