2016 French Open – Day Fourteen

Garbine Muguruza gewinnt French Open 2016

Die Spanierin Garbine Muguruza hat die topgesetzte Titelverteidigerin Serena Williams (USA) im Finale der French Open entzaubert und in Paris ihren ersten Grand-Slam-Triumph gefeiert. Die Weltranglistenvierte setzte sich mit 7:5, 6:4 gegen die von Adduktorenproblemen gehandicapte Williams durch und kassierte für ihren bislang größten Erfolg ein Preisgeld von zwei Millionen Euro.



Nach 1:43 Stunden verwandelte Wimbledonfinalistin Muguruza ihren fünften Matchball auf dem Court Philippe Chatrier mit einem Lob und ließ sich in die rote Asche fallen. In der Box jubelte ihr französischer Coach Sam Sumyk. Die 22-Jährige ist damit die erste Spanierin seit Arantxa Sanchez Vicario 1998, die das bedeutendste Sandplatzevent gewinnen konnte.

French Open 2016: Serena Williams hadert im Finale gegen Garbine Muguruza

Haderte mit sich: Serena Williams spielte wie in den vergangenen Tagen in Paris nicht ihr bestes Tennis. (c) Molter

Muguruza wird nach ihrem ersten Coup im zweiten Major-Endspiel ihrer Karriere auf Rang zwei der Weltrangliste klettern. Melbourne-Siegerin Angelique Kerber (Kiel), die in Roland Garros bereits in ihrem Auftaktmatch gescheitert war, fällt vom dritten auf den vierten Platz zurück.

Branchenführerin Williams (34) verpasste damit nicht nur ihren vierten Roland-Garros-Coup seit 2002, sondern auch die Chance, in Sachen Grand-Slam-Titel auf Open-Era-Rekordhalterin Steffi Graf (22) aufzuschließen. Bereits bei den US Open 2015 und den Australian Open 2016, als sie das Finale gegen Kerber verlor, hatte Williams diese Möglichkeit verstreichen lassen.

Nach einem nervösen Start ging Muguruza schnell mit 4:2 in Führung. Doch Williams, die sich gegenüber den Vortagen verbessert zeigte, holte sich das Break dank ihres nun mutigeren Spiels zurück. Kurz nachdem sie der Amerikanerin erneut den Aufschlag abgenommen hatte, nutzte Muguruza nach 56 Minuten ihren dritten Satzball mit ihrem achten direkten Gewinnschlag.

Auch in der Folge agierte die Spanierin aggressiv von der Grundlinie, spielte gute Winkel und ließ sich selbst von insgesamt neun Doppelfehlern nicht beirren. Wiederum erkämpfte sich Muguruza einen 4:2-Vorsprung. Williams, die insgesamt viermal ihren Aufschlag abgab, leistete sich mit der Vorhand viele unnötige Aussetzer und zog vor allem bei längeren Ballwechseln häufig den Kürzeren. Zwar kam sie noch einmal auf 4:5 heran, doch die neue Paris-Königin Muguruza servierte cool zum Matchgewinn aus.

Williams kassierte in ihrem insgesamt 27. Major-Finale die sechste Niederlage. Die French Open (drei Titel) bleiben für den Superstar damit bis auf Weiteres das Grand-Slam-Tournament mit den wenigsten Erfolgen. Die Australian und US Open sowie Wimbledon hat Williams bislang jeweils sechsmal gewonnen. (SID)

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