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„Spielmanipulation im Tennis? Ein wachsendes Problem!“

Neuer Manipulatins-Verdacht im Tennis. Recherchen der BBC überschatten den Start der Australian Open in Melbourne. Wie tief ist der Wettsumpf wirklich? Fakt ist: Das Problem der Spielmanipulation im Tennis ist leider bittere Realität. tennisMAGAZIN sprach bereits im vergangenen September mit Christian Gruber, Deutschland-Chef des Wettanbieters Tipico, über die Problematik.

Spiel, Satz, Betrug! Leider bleibt auch der Tennisport nicht verschont von Spielmanipulationen. Erst im August wurden die beiden italienischen Tennisprofis Daniele Bracciali und Potito Starace lebenslang gesperrt worden. Beide Spieler sollen Matches manipuliert und Wettbetrug begangen haben. Bracciali (37) wurde zusätzlich zur Zahlung von 40.000 Euro verurteilt, Starace (34) muss 20.000 Euro zahlen. Die Italiener waren im Rahmen eines größeren Verfahrens ins Visier der Staatsanwaltschaft Cremona geraten, die gegen insgesamt 130 Personen, darunter zahlreiche Fußballer, ermittelt.

tennis MAGAZIN sprach mit Christian Gruber, Deutschland-Chef des Wettanbieters Tipico, über das Problem der Spielmanipulation im Tennis, Prävention und Parallelen zur Wettmafia im Fußball.

Fotoshooting MA und Management, Garden Tower, FFM

Christian Gruber, Deutschland-Chef von Tipico, spricht über Spielmanipulation im Tennis

In einem Interview mit der SPORT BILD sagten Sie zuletzt, Tipico würde wegen Spielmanipulationen ganze Tennisturniere aus dem Programm nehmen. Warum und um welche Turniere handelt es sich?

Christian Gruber, Geschäftsführer Tipico Deutschland: Die betreffenden Turniere benennen wir nicht, da es sich um teilweise laufende Ermittlungen der entsprechenden Behörden handelt. Ich habe aber die Regionen genannt, in denen zuletzt vermehrt verdächtige Turniere oder einzelne Spiele verzeichnet wurden.

Südamerika und Osteuropa…

Bei diesen Informationen handelt es sich nicht um bloße Vermutungen, sondern es liegen durchaus wesentliche Verdachtsmomente vor. Diese teilen entweder wir oder auch Organisationen wie Sportradar den Verantwortlichen des entsprechenden Verbandes mit, allerdings leider ohne wirklich nennenswerte Reaktionen von dieser Seite.

Im August wurden die italienischen Tennisprofis Bracciali und Starace wegen Spielmanipulation lebenslang gesperrt. Sind die beiden nur die Spitze eines Eisberges?

Hierzu kann man keine seriösen Aussagen treffen. Es wäre auch ebenso unseriös, nun Horrorszenarien aufzuzeichnen. Fest steht allerdings auch, dass es ein gewisses Manipulationsproblem gibt und damit auch Handlungsbedarf.

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