Sabine Lisicki kassierte eine historische Klatsche

0:6; 0:6 – Lisicki erklärt Ihr Debakel

Nächster bitterer Rückschlag für Sabine Lisicki: Drei Tage nach der 2:3-Niederlage im Fed-Cup-Halbfinale in Russland ist die Berlinerin beim WTA-Turnier in Stuttgart nach einer historischen Pleite bereits in der ersten Runde gescheitert.



Die Weltranglisten-19. Lisicki unterlag der Kasachin Zarina Diyas (Nr. 32) in 63 Minuten mit 0:6, 0:6. Noch nie zuvor hatte die Deutsche auf der WTA-Tour ein Match ohne eigenen Spielgewinn beendet.

Es war die sechste Auftaktschlappe von Lisicki im neunten Turnier 2015. Dabei hatte die 25-Jährige zuletzt bei der US-Hartplatztour überzeugt und in Indian Wells das Halbfinale beziehungsweise in Miami das Viertelfinale erreicht.

Am vergangenen Wochenende allerdings hatte Lisicki in Russland ihr Einzel sowie an der Seite von Andrea Petkovic das entscheidende Doppel verloren.

Lisicki völlig verunsichert

Beim mit 731.000 Dollar dotieren Hallensandplatzturnier in Stuttgart präsentierte sich Lisicki am Mittwoch total verunsichert. Allein im ersten Satz leistete sich die Wimbledonfinalistin von 2013 17 unerzwungene Fehler.

Am Mittwoch haben in Angelique Kerber (Kiel/Nr. 14) und Julia Görges (Bad Oldesloe/Nr. 64) noch zwei weitere deutsche Profis die Chance, das Achtelfinale zu erreichen. Dort steht bereits Carina Witthöft, die am Montag in ihrem Auftaktmatch Mona Barthel (Bad Segeberg) bezwungen hatte. Fed-Cup-Spielerin Andrea Petkovic hatte ihre Teilnahme wegen einer Oberschenkelverletzung absagen müssen. (SID)

Das Interview mit Lisicki nach der historischen Pleite:

Wann merkt man, dass das ein verbrauchter Tag ist. Haben Sie noch bis zum Ende gedacht, dass Sie es schaffen und wann merkt man dann, dass nichts geht?

Sabine Lisicki: Ich habe es bis ganz Ende versucht, also von Anfang bis Ende, aber es war einfach ein Blackout. Ich kann es nicht erklären, sonst hätte ich es anders gemacht.

Sie haben in Miami, Indian Wells richtig gut gespielt. Was ist heute passiert? Haben Sie das eine Erklärung für?

Wir sind auf einem anderen Belag.

Ist das der Hauptgrund?

Ich weiß nicht, was der Hauptgrund ist. Ich will es jetzt auch nicht überbewerten. Es ist jetzt so passiert wie es ist. Das tut mir auch Leid für alle, weil ich die Unterstützung bekommen habe und ich sehr gerne zuhause spiele und mir, ja, einen anderen Tag gewünscht hätte.

In Indian Wells und Miami war Ihr Aufschlag gut. Beim Fed Cup und heute war er weg? Woran hat es gelegen?

Wie gesagt, es hat heute nichts funktioniert.

Wie versuchen Sie sich jetzt wieder aufzubauen? Haben Sie irgendwelche Strategien, die Sie im Laufe Ihrer Karriere anwenden?

Ich glaube, wir gehen heute sogar noch auf den Platz.

Wie viel war heute der Kopf und wie viel der Körper verantwortlich für die Niederlage?

Ich glaube, das geht Hand in Hand zusammen. Man muss sich gut fühlen, um gut spielen zu können. Aber wie gesagt, ich will es jetzt gar nicht schön reden. Es war einfach ein kompletter Blackout. Ich wünschte, es wäre nicht passiert, ist es. Jetzt muss man versuchen, nach vorne zu gucken und einfach weiterzuarbeiten, es hinter einem zu lassen, es kommen noch viele Turniere dieses Jahr. Ja, ich finde es einfach nur schade, vor allem auch für alle Leute.

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