Scharapowa trifft in Stuttgart auf Vinci

Stuttgart: Sharapova startet Comeback gegen Vinci

Bei ihrem Comeback nach 15-monatiger Sperre trifft die Russin Maria Sharapova in der ersten Runde des WTA-Turniers in Stuttgart auf die frühere US-Open-Finalistin Roberta Vinci (Italien/WTA-Nr. 35). Das ergab die Auslosung am Samstag. Das Match findet am kommenden Mittwoch statt, weil die Sanktion von Sharapova erst am Dienstag um Mitternacht endet.



Viele Profis wie die Weltranglistenerste Angelique Kerber („Das ist seltsam“) und die Dänin Caroline Wozniacki („Das ist respektlos“) hatten die „Lex Scharapowa“ harsch kritisiert. Bis Mittwochfrüh darf die fünfmalige Major-Siegerin aus Russland die Anlage gar nicht betreten.

Sharapovas Konkurrenz nur „Journeymen“

Den Start von Sharapova, die nach ihrer Pause keine Weltranglistenposition mehr besitzt, ermöglicht eine Wildcard des Turnierveranstalters. In der zweiten Runde könnte die Russin auf Agniezska Radwanska treffen, die sich zuletzt ebenfalls negativ über die Rückkehr Sharapovas äußerte. Daraufhin bezeichnete Sharapova-Manager Max Eisenbud die Konkurrenz seiner Klientin lapidar als „Journeymen“.

Die zweite Wildcard bekam kurzfristig die Britin Johanna Konta. Die dritte „Freikarte“ erhielt Laura Siegemund (Metzingen). Die letztjährige Stuttgart-Finalistin bekommt es zum Auftakt mit Shuai Zhang (China) zu tun. Julia Görges steht dagegen nicht im Hauptfeld von Stuttgart: Ihre Weltranglisten-Position ist zu schlecht und eine Wildcard erhielt sie von den Veranstaltern nicht.

Kerber gegen Lucic/Baroni oder Mladenovic

Titelverteidigerin Kerber (Kiel) und Siegemund sind vor Abschluss der Qualifikation am Sonntag die einzigen beiden deutschen Profis im Hauptfeld. Die zweimalige Major-Siegerin Kerber hat in der ersten Runde ein Freilos. Ihre Gegnerin im Achtelfinale ist entweder Melbourne-Halbfinalistin Mirjana Lucic-Baroni (Kroatien) oder Kristina Mladenovic (Frankreich). Auf Sharapova könnte Kerber frühstens im Halbfinale treffen.

Sharapova bereitet sich indes in einer Tennishalle im Großraum Stuttgart auf ihr Comeback am Mittwoch vor.

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  1. Stefan Höfel

    Siegemund bekam nicht die zweite, sondern die dritte Freikarte, sprich WildCard. Der Spielplan zeigt eindeutig, dass neben Scharapowa auch Konta eine WildCard erhielt. Was sagen denn Kerber, Wozniacki und Co. dazu? Warum bevorzugt der Turnierveranstalter denn Konta ggü. Görges? Konta hat wohl keinen Porsche-Vertrag, ist noch keine Spielerin, die man in Deutschland unbedingt den Zuschauern bieten muss, hat noch keine besonderen Turniere gewonnen,.. Warum Konta statt Görges? Warum ist das bisher in den Medien nicht thematisiert worden? Weil sich Sharapowa aufgrund der Situation und ihrer Popularität besser als Thema/Ungerechtigkeit vermarkten lässt!?

  2. Bonhomme Richard

    Konta hat gerade Kay Biscayne gewonnen und ist die aktuelle Nr. 7 der WTA-Rangliste. Dem kann Görges nur entgegensetzen, dass sie Deutsche ist. Sportlich reicht sie an Konta nicht heran.

    • Stefan Höfel

      Nun ist Key Biscayne ja als „sechstes Grand-Slam-Turnier“ nicht so wichtig wie die richtigen Grand-Slams. Nr. 7 der Welt ist ok. Aber trotzdem die Frage, warum diese dritte WildCard in Stuttgart auch hier beim Tennis-Magazin bisher kein Thema war. Während ich diese Zeilen schreibe, läuft die ZDF-Sport-Reportage. Da wird Sharapowa von Rudi Cerne als langjährige Nr.1 bezeichnet. Hallo, die war nicht einmal ein halbes Jahr auf Platz 1. Auch Cerne spricht nur von zwei WildCards in Stuttgart, weshalb Julia Görges keine bekam. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein deutscher Turnierveranstalter Konta aus Großbritannien unser Julia Görges ggü. den Vorzug gibt. Vor allem dann, wenn Görges aufgrund ihres Fedcup-Einsatzes die Qualifikation nicht spielen konnte. Hat Konta nur die WildCard bekommen, weil sie Top 10 ist? Wäre schön, wenn es hier sachdienliche Hinweise geben würde. Die würde ich dann auch Rudi Cerne weitergeben, denn bei „Aktenzeichen xy ungelöst“ fragt er auch nach sachdienlichen Hinweisen. Danke!

  3. Alex

    Wie man es dreht und wendet, bleibt einfach ein fader Beigeschmack. Das ist DAS deutsche WTA-Turnier, und Görges hat es auch bereits einmal gewonnen!
    Sie hat gerade im Fed-Cup den deutschen Klassenerhalt gesichert und ist nicht nur aus sportlichen Gründen eine Bereicherung für praktisch jedes Turnier.
    Ich bin definitiv ebenfalls der Ansicht, dass Görges eine Wildcard hätte erhalten müssen, das gewählte Vorgehen ist so für die Fans in Deutschland sicherlich nicht einfach zu verstehen!

  4. Stefan Höfel

    Wenn ich mir den Turnierplan von Stuttgart ansehe, kann ich die Kritik daran, dass Sharapowa ihr erstes Spiel am Mittwoch macht, noch weniger nachvollziehen, denn heute am Montag finden dort gar keine Erstrundenmatches statt!!! Und bei einem 28er-Feld gibt es aufgrund der vier Freilose zwölf Erstrundenmatches. Da in Stuttgart auf zwei Plätzen gespielt wird, schafft man nicht alle zwölf Spiele zu besucherfreundlichen Zeiten. Also muss es auch am Mittwoch, unabhängig davon, ob Sharapowa dort spielt oder nicht, noch Erstrundenmatches geben.
    Eine Frage noch zur Quali, die momentan abgeschlossen wird. Hat die wirklich parallel zum FedCup auf Platz 2 stattgefunden? Wenn nicht, dann hätte doch Julia Görges sie doch spielen können, oder? Danke!


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