Aus in Seoul: Tatjana Maria

Tatjana Maria scheitert in der ersten Runde von Seoul

Seoul (SID) – Die an Nummer sechs gesetzte Tatjana Maria ist beim WTA-Turnier in Seoul bereits in der ersten Runde gescheitert. Die 30-Jährige aus Bad Saulgau unterlag der Amerikanerin Kristie Ahn mit 5:7, 5:7 und verspielte dabei in beiden Sätzen jeweils eine klare Führung.



Damit ist beim mit 250.000 Dollar dotierten Turnier in Südkoreas Hauptstadt keine deutsche Spielerin mehr vertreten. Bereits am Dienstag war Andrea Petkovic in ihrem Auftaktmatch mit 2:6, 5:7 an der Tschechin Denisa Allertova gescheitert. Für die frühere Top-Ten-Spielerin war es die zehnte Erstrunden-Niederlage im 19. Saisonturnier.

Ahn, Nummer 124 des WTA-Rankings, verwandelte nach 1:44 Stunden ihren ersten Matchball. Maria hatte in der Vorwoche in Quebec/Kanada das Halbfinale erreicht. Als Weltranglisten-54. ist sie seitdem so hoch notiert wie noch nie.

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  1. Bonhomme Richard

    Offenbar ist sie Opfer ihres eigenen Terminplans geworden. Sie hatte wohl nicht damit gerechnet, in Kanada so weit zu kommen. Am Freitag noch im HF von Québec, dann ein Wochenende mit Kind und Kegel auf dem Flughafen bzw. im Flieger um den halben Globus, um rechtzeitig zum Wochenbeginn in Seoul erneut auf dem Platz zu stehen – das ist ein bisschen heftig. Keine Zeit für Regeneration, Klimaanpassung, ausreichendes Training auf fremdem Belag, vom Kompensieren des Time Lags ganz zu schweigen. Gesund ist sowas sicherlich nicht. Es wirft ein Schlaglicht auf die Situation um die (zu?) eng getaktete Turnierplanung der WTA, aber auch der einzelnen Spielerinnen.

  2. Stefan Höfel

    Aber es gibt mind. ein Gegenbeispiel, allerdings aus dem Herrentennis. Ivan Lendl gewann im März/April 1985 drei Titel in drei aufeinanderfolgenden Wochen auf drei unters. Belägen, wobei er von den USA (Ft. Myers, Hartplatz) nach Europa (Monte Carlo, Sand) und dann wieder zurück in die USA (Dallas, Teppich) gereist war.

  3. Bonhomme Richard

    Ok, das ist jetzt EIN(!) Gegenbeispiel, einen Ausnahme vor über 30 Jahren. Dagegen stehen sicherlich eine Reihe von Fällen, in denen es ähnlich wie im Fall Maria lief. Als aktuellstes Beispiel fällt mir Tokio in diesem Monat ein: die beiden Finalistinnen der Japan Open, Zarina Diyas und Miyu Kato spielten ihr Finalmatch am vergangenen Sonntag am frühen Nachmittag. Zeitgleich lief aber bereits die Quali für das nächste – ebenfalls in Tokio stattfindende – WTA-Turnier, die Toray Pan Pacific Open. In dieser Quali sollten die beiden Spielerinnen laut Spielplan um die Mittagszeit ca. zwei Stunden vor Beginn ihres Finales auf dem Plastz stehen, absurd! Natürlich hatten beide nicht damit gerechnet, bei den Japan Open das Finale zu erreichen und mussten die Pacific Open demzufolge absagen..


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