DTB und Bundestrainer Carsten Arriens trennen sich

Bayern-Boss kritisiert Theater um Arriens-Entlassung

Helmut Schmidbauer, Präsident des Tennisverbandes Bayern und Vorsitzender des Bundesausschusses im Deutschen Tennis Bund (DTB), hat die neuerlichen Querelen um die Absetzung des früheren Davis-Cup-Teamchefs Carsten Arriens scharf kritisiert. Riesentheater wegen der Arriens-Entlassung!



„Das Ganze ist bodenlos und schadet dem deutschen Tennis unermesslich“, sagte Schmidbauer dem SID am Donnerstag und nahm damit unter anderem Bezug auf das in Melbourne geplatzte Gespräch zwischen Arriens, Philipp Kohlschreiber und DTB-Vizepräsident Dirk Hordorff, zu dem Arriens nicht erschienen war.

„Wir haben im DTB doch weiß Gott andere Probleme“

Stolpert Dirk Hordorff über die Arriens-Entlassung?

Stolpert Dirk Hordorff über die Arriens-Entlassung?

Es habe in der Angelegenheit einen ganz klaren Präsidiumsbeschluss gegeben: „Entweder Dirk Hordorff in Melbourne oder ich in München sollten das Gespräch mit Arriens und Philipp Kohlschreiber führen. Noch einmal: Das war ein Beschluss des DTB-Präsidiums völlig unabhängig von den speziellen Wünschen der Herren Arriens und Kohlschreiber.“

Den vom tennis MAGAZIN vermeldeten Antrag des württembergischen Tennis-Verbandes WTB auf Abwahl des für den Leistungssport zuständigen Hordorff kommentierte Schmidbauer ebenfalls in aller Deutlichkeit. „Man sollte Württemberg dringend auffordern, diesen Antrag zurückzuziehen“, sagte er: „Wir haben im DTB doch weiß Gott andere Probleme als diese ganzen persönlichen Befindlichkeiten.“

Es gelte vor allem, den Etat für das kommende Jahr abzusichern und sich um die Anwerbung neuer Mitglieder zu kümmern: „Das ist von eminenter Bedeutung für das deutsche Tennis und nicht, ob einem die Nase des anderen passt oder nicht.“

„Leute in Ruhe arbeiten lassen“

Zudem, so Schmidbauer weiter, sei das aktuelle Präsidium um Präsident Ulrich Klaus „erst vor drei Monaten gewählt und für gut befunden worden. Nun fordere ich dringend, diese Leute auch in Ruhe arbeiten zu lassen.“

Württembergs Verbandspräsident Ulrich Lange hatte den Antrag auf Abwahl Hordorffs mit der Begründung gestellt, man halte es für untragbar, wie die Entlassung von Arriens gehandhabt worden sei. Allerdings hatte eben jener Lange vor Jahresfrist im Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung vehement den Rausschmiss von Arriens gefordert und diesem unter anderem eine „inakzeptable Führungsschwäche“ bescheinigt.

DTB-Vizepräsident Hordorff wehrt sich und versteht die Aufregung nicht. “Ich nehme es mit Verwunderung auf, was Herr Lange anstrebt. Noch vor rund einem Jahr hat Herr Lange in einem Interview in der Stuttgarter Zeitung und in einem Brief an den DTB den Rauswurf Arriens gefordert. Jetzt dieses Thema zu einem Abwahlantrag zu erklären zeigt nur das mangelnde demokratische Verständnis von Herrn Lange, der im November bei der Präsidiumswahl kläglich scheiterte. Herr Lange schadet mit seinem Handeln wiederholt  dem Deutschen Tennis Bund sowie dem Württembergischen Tennisbund”, sagt Hordorff gegenüber tennismagazin.de.

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