Chris Kermode will Stachowski-Fall genau prüfen

Stakhovsky droht nach homophoben Äußerungen Ärger mit der ATP

Dem ukrainischen Tennisprofi Sergij Stakhovsky droht nach seinen homophoben Aussagen Ärger mit der Spielervereinigung ATP. Deren Präsident Chris Kermode kündigte an, den Fall untersuchen zu lassen, und bezeichnete Stakhovskys Interview als „beleidigend und inakzeptabel“.



Der Weltranglisten-49. war auf einer ukrainischen Internetseite mit den Worten zitiert worden: „Auf der WTA-Tour ist fast jede Zweite lesbisch. Ich werde meine Tochter sicherlich nicht auf die WTA-Tour schicken.“ Unter den Top 100 bei den Männern gebe es dagegen keine Homosexualität: „Auf der ATP-Tour haben wir eine normale Atmosphäre. Wenn da was wäre, würden wir sicherlich darüber Bescheid wissen, weil es ein sehr geschlossener Kreis ist.“

WTA-Chefin Stacey Allaster kritisierte Stakhovsky scharf: „Es ist traurig, dass es in der heutigen Zeit Leute gibt, die engstirnig sind und verächtlich über Frauen basierend auf deren sexueller Orientierung sprechen.“

Die 18-malige Grand-Slam-Siegerin Martina Navratilova, die seit Jahrzehnten offen mit ihrer Homosexualität umgeht, hatte sich via Twitter direkt an Stakhovsky gewandt, ihm Homophobie vorgeworfen und um ein Gespräch unter vier Augen gebeten. Am Samstag entschuldigte sich der 29-Jährige, ebenfalls über das soziale Netzwerk: „Es tut mir leid. Ich wollte niemanden beleidigen.“

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