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Topgesetzte Scharapowa muss die Segel streichen

Safina trifft in der Runde der letzten Acht nun auf Jelena Dementjewa (Russland). „Es war einfach einer dieser Tage, an denen ich meine Chancen nicht genutzt habe und auch etwas Pech dazukam“, meinte Scharapowa, „das war enttäuschend. Safina hingegen jubelte: „Dies war eines der unglaublichsten Comebacks, das ich je geschafft habe.“



Wer wird die Nummer 1 nach Paris?

Scharapowa kann nach dem frühen Ausscheiden die Führung in der Weltrangliste verlieren, die sie erst unmittelbar vor dem Turnier wegen des Rücktritts von Justine Henin (Belgien) übernommen hatte. Je nach Abschneiden können die Serbinnen Ana Ivanovic und Jelena Jankovic sowie die Russin Swetlana Kusnezowa zur neuen Nummer eins im Frauentennis werden.

Als Scharapowa noch bei einer 7:6 (8:6), 0:1-Führung in die Kabine floh, war Dementjewa längst geföhnt und die blonden Haare waren gerichtet. Erstmals seit den US Open 2006 ist die 26-Jährige wieder unter die letzten Acht bei einem Grand-Slam-Turnier vorgestoßen. Mit 6:4, 1:6, 6:2 setzte sie sich gegen ihre Landsfrau Wera Swonarewa durch. Dementjewa, die 2004 schon einmal im Finale von Paris stand, bewies, dass sie zwar inzwischen die älteste Spielerin unter den letzten 16 ist, aber noch nicht zu alt, um noch dazuzulernen.


Dementjewa gelingt Revanche für Charleston

Mitte April hatte sie im Halbfinale des Sandplatzturniers in Charleston noch in drei Sätzen gegen die 23 Jahre alte Swonarewa verloren und daraus ihre Konsequenzen gezogen. „Man darf sich gegen sie nicht auf lange Ballwechsel einlassen, das habe ich gelernt“, sagte die von ihrer Mutter Wera gecoachte Weltranglisten-Achte, „und ich bin nach dem verlorenen zweiten Satz trotzdem positiv geblieben.“

Eine Toilettenpause nach dem zweiten Durchgang tat ein Übriges. Wieder sammeln, neu beginnen – es funktionierte für Dementjewa. Sie wird nun entweder gegen Scharapowa oder Safina spielen. Egal, bei nicht weniger als fünf Russinnen unter den letzten 16 hat sie ohnehin schon einen ganz besonderen Eindruck von den French Open 2008: „Ich habe das Gefühl, ich spiele eine russische Meisterschaft. Ich habe in der erste Runde gegen eine Wera gespielt, jetzt gegen eine Wera und in der nächsten Runde wieder gegen eine Russin.“

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