Czech Republic v Russia – Fed Cup Final

Tschechien verteidigt Fed Cup

Titelverteidiger Tschechien hat in einem dramatischen und hochklassigen Finale zum neunten Mal den Fed Cup gewonnen.

Die Gastgeberinnen setzten sich in Prag gegen Russland um Superstar Maria Sharapova 3:2 durch. Karolina Pliskova und Barbora Strycova holten im abschließenden Doppel gegen Anastasia Pawljutschenkowa und Jelena Wesnina mit 4:6, 6:3, 6:2 den entscheidenden Punkt.

Die Highlights des entscheidenden Doppels hier im Video

Zuvor hatte Scharapowa durch ihren zweiten Sieg am Wochenende die Russinnen vom fünften Titel träumen lassen. Die Weltranglistenvierte, die im Halbfinale gegen Deutschland (3:2) gefehlt hatte, gewann das Spitzeneinzel gegen die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova 3:6, 6:4, 6:2. Am Samstag hatte sie Pliskova 6:3, 6:4 geschlagen. Kvitova (2:6, 6:1, 6:1) und Pliskova (6:3, 6:4) hielten Tschechien mit ihren Siegen gegen Pawljutschenkowa jedoch im Spiel.

„Das sind meine ersten Fed-Cup-Erfahrungen, daher bin ich überglücklich, wie gut wir gespielt haben“, sagte Pliskova, die erst in dieser Saison ins tschechische Team gerückt war. Doppelpartnerin Strycova stammelte unter dem Jubel der Fans: „Ich bin sprachlos, das war unglaublich.“ Aus Deutschland gratulierte Bundestrainerin Barbara Rittner via Twitter: „Große Gratulation! Feiert wie im letzten Jahr.“

Für Tschechien war es bereits der vierte Fed-Cup-Titel in den vergangenen fünf Jahren. Nur 2013 hatten Kvitova und Co. Italien den Triumph im Mannschaftswettbewerb überlassen müssen. Im vergangenen Jahr gewann die Auswahl von Teamchef Petr Pala im Finale ebenfalls in Prag gegen Deutschland. Der letzte Sieg einer DTB-Mannschaft liegt bereits 23 Jahre zurück: 1992 in Frankfurt/Main setzten sich Steffi Graf, Anke Huber und Barbara Rittner gegen Spanien durch.

In Prag hatten die Teamchefs Pala und Anastasia Myskina vor dem entscheidenden Doppel umgestellt: Pala gab der formstarken Pliskova überraschend den Vorzug vor Lucie Safarova, die in diesem Jahr an der Seite der Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands die Grand-Slam-Turniere in Melbourne und Paris gewonnen hatte. Myskina setzte auf Pawljutschenkowa statt der ursprünglich nominierten Jekaterina Makarowa. Scharapowa blieb auf der Bank und wartete dort vergeblich auf den ersten Fed-Cup-Sieg ihrer Karriere. (SID)

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