BNP Paribas Open – Day 6

Überraschung: Pospisil schlägt Weltranglistenersten Murray

Indian Wells gehört nicht gerade zu den bevorzugten Turnieren von Andy Murray. Das Großevent in der kalifornischen Wüste konnte der Weltranglistenerste noch nie gewinnen. Letztes Jahr verlor er etwa in der dritten Runde gegen Federico Delbonis. Vergangene Nacht nun erwischte es Murray in seinem Auftaktmatch. Gegen den kanadischen Qualifikanten Vasek Pospisil unterlag der Schotte 4:6, 6:7.

Dabei sah es zunächst so aus, als würde Murray mit dem 129. der Weltrangliste keine großen Probleme bekommen. Murray lag mit 4:2 in Führung, verlor aber dann den Faden. Pospisil gewann sechs Spiele in Folge, kassierte allerdings Mitte des zweiten Durchgangs das Rebreak. Im Tiebreak schließlich führte der kanadische Außenseiter mit 6:2. Seine ersten drei Matchbälle vergab er, den vierten konnte er letztlich nutzen.

„Das ist mit Abstand der größte Sieg meiner Karriere, ich bin noch ziemlich sprachlos“, sagte Pospisil nach seinem Sensationssieg. Seit Ende 2016 arbeitet der 26-Jährige mit der australischen Doppel-Legende Mark Woodforde, der wie Pospisil ein Freund der aggressiven Matchführung ist. Genau das war auch der Schlüssel zum Sieg gegen Murray: konstantes Vorrücken ans Netz, viele Serve-and-Volley-Attacken. Insofern erinnert die Niederlage der Nummer 1 an sein Ausscheiden in Melbourne, als er gegen Mischa Zverev verlor, der ebenfalls mit der Serve-and-Volley-Taktik erfolgreich war.

Murray: „Serve-and-Volley war nicht das Problem“

Pospisil

MACHTLOS: Irgendwann wusste Andy Murray nicht mehr weiter. Am Ende verlor er gegen den Angreifer Vasek Pospisil.

Hat Andy Murray nun ein Problem gegen die letzten Angreifer im Profitennis? „Ich habe es früher nie trainiert, gegen Server-and-Volley-Spezialisten zu spielen. Aber wenn ich gegen sie gekommen bin, war es normalerweise ein Spielstil, mit dem ich ganz gut klar gekommen bin“, sagt Murray dazu. „Heute gegen Vasek war es nicht so sehr sein Serve-and-Volley das Problem. Mein eigener Aufschlag, denke ich, war heute Abend mehr das Problem.“ Für seinen Gegner hatte er viel Lob übrig: „Er hat großartig gespielt. Es waren viele fantastische Bälle von ihm dabei.“

 

 

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  1. Stefan Höfel

    Murray-Coach Ivan Lendl hat ebenfalls nie den Titel in Indian Wells gewonnen. Das hing aber in erster Linie damit zusammen, dass Lendl dort gar nicht spielte. Vielleicht hing das Nicht-Antreten von Lendl ja auch damit zusammen, dass er häufig während der Turnierwoche seinen Geburtstag feierte.


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