TENNIS-US-OPEN

US Open: Kohlschreiber glatt, Federer wieder in 5

Erfolgreich beim Jubiläumsturnier: Philipp Kohlschreiber (Augsburg) ist bei seiner 15. US-Open-Teilnahme seit 2003 als dritter deutscher Profi in die dritte Runde von New York eingezogen. Der Weltranglisten-37. führte mit 6:2, 6:1, 3:0, ehe sein Gegner Santiago Giraldo (Kolumbien) wegen einer Handverletzung aufgeben musste. Gespielt waren bis dahin 1:27 Stunden.



„Bis jetzt läuft es hier für mich hervorragend. Ich spiele sehr solide und habe noch nicht so viel Energie verschwendet“, sagte der Davis-Cup-Spieler, der sich im Big Apple pudelwohl fühlt: „Dieses Turnier rangiert bei mir ganz vorne.“

Kohlschreiber folgte Mischa Zverev (Hamburg/Nr. 23) und Julia Görges (Bad Oldesloe/Nr. 30) in die dritte Runde. Zverev trifft am Freitag in der Night Session auf den Aufschlagriesen John Isner (USA/Nr. 10). Die formstarke Görges ist im Duell mit der ungesetzten Serbin Aleksandra Krunic die Favoritin.

Am Samstag steht dann die Partie von Kohlschreiber um den Sprung ins Achtelfinale auf dem Programm. Der 33-jährige bekommt es mit dem Australier John Millman zu tun, der die ersten vier Monate der Saison wegen eines Sehnenrisses im Hüftbeuger verpasst hatte. „Bei ihm läuft es aber wieder, da muss ich aufpassen. Es werden zwei Kämpfer auf beiden Seiten stehen“, meinte Kohlschreiber.

Ausgeschieden ist dagegen Tatjana Maria (Bad Saulgau). Die Weltranglisten-61. verpasste beim 3:6, 4:6 gegen Lokalmatadorin Madison Keys (USA/Nr. 15) im 8500 Zuschauer fassenden Louis-Armstrong-Stadium eine Überraschung. „Ich hatte einige Chancen. Aber ich werde weiter daran arbeiten, dass ich auch solche Spielerinnen schlagen kann“, meinte Maria.

Damit sind bereits 14 deutsche Profis in den ersten beiden Runden auf der Strecke geblieben.

Beim letzten Major des Jahres hatte Kohlschreiber dreimal das Achtelfinale (2012-2014) erreicht. In der Runde der letzten 16 könnte auf den Kitzbühel-Sieger von 2017 diesmal theoretisch Major-Rekordsieger Roger Federer warten.

Der an Position drei gesetzte Schweizer zeigte aber Schwächen und benötigte wie zum Auftakt auch im Zweitrundenspiel gegen den Russen Michail Juschni (6:1, 6:7, 4:6, 6:4, 6:2) fünf Sätze für sein Weiterkommen. Federer unterliefen 68 unerzwungene Fehler.

Noch nie zuvor in seiner Karriere hatte der 36-Jährige in den ersten beiden Partien eines Majors über die volle Distanz gehen müssen. „Diese langen Spiele bereiten mir eine Menge Spaß. Jetzt sollte ich warm gespielt sein“, sagte der amtierende Australian-Open- und Wimbledonsieger, der am Mittwoch ganz kurzentschlossen auf einem Court im Central Park trainiert hatte.

Federer hatte in Flushing Meadows insgesamt fünf Titel geholt – seinen letzten 2008. Bereits im Halbfinale könnte es zum Klassiker zwischen ihm und dem topgesetzten Rafael Nadal (Spanien) kommen. Es wäre das insgesamt 38. Duell der beiden Superstar. Nadal führt mit 23:14 Siegen.

Federer und Nadal sind die Topfavoriten auf den Turniersieg. Auch weil im Big Apple fünf der Top-11-Spieler wegen Verletzungen fehlen – darunter Titelverteidiger Stan Wawrinka (Schweiz) und Novak Djokovic (Serbien). Ausgeschieden ist überraschend bereits Cincinnati-Gewinner Grigor Dimitrov (Nr. 7). Der Bulgare unterlag Andrej Rublew (Russland) mit 5:7, 6:7 (3:7), 3:6. (SID)

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