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Verdasco macht Spaniens Davis-Cup-Triumph perfekt

Der Superstar fieberte nur im Urlaubsdomizil auf Mauritius mit, doch auch ohne den verletzten Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal hat Spanien zum dritten Mal nach 2000 und 2004 den Davis Cup gewonnen. Den entscheidenden dritten Punkt im 97. Endspiel um die wichtigste Mannschafts-Trophäe im Tennis holte am Sonntag im Duell der Ersatzspieler Fernando Verdasco durch ein 6:3, 6:7 (3:7), 4:6, 6:3, 6:1 gegen den Argentinier Jose Acasuso. Die Spanier, die im Viertelfinale Deutschland ausgeschaltet hatten und 1965, 1967 und 2003 jeweils im Finale verloren, sind die siebte Nation mit mindestens drei Titeln.



Argentinien wartet nach der Niederlage in Mar del Plata nach zuvor 13 Heimsiegen in Serie weiterhin auf den ersten Titel; die Südamerikaner mussten sich zum dritten Mal mit Rang zwei begnügen. 1981 hatten die Argentinier in Cincinnati 1:3 gegen die USA verloren, 2006 mussten sie sich Russland in Moskau mit 2:3 geschlagen geben. Von den zwölf Nationen, die mindestens dreimal im Endspiel standen, sind sonst nur Indien und Rumänien ohne Titel.

Verdasco war am Sonntag von Teamchef Emilio Sanchez für den formschwachen David Ferrer nominiert worden. Er bezwang Acasuso, der den am Oberschenkel verletzten Masters-Cup-Teilnehmer Juan Martin del Potro ersetzte, in einem Vier-Stunden-Match und wurde so endgültig zum Helden. Am Samstag hatte er im Doppel an der Seite von Feliciano Lopez durch ein 5:7, 7:5, 7:6 (7:5), 6:3 gegen David Nalbandian und Agustin Calleri für die überraschende Führung der Gäste gesorgt. Am ersten Tag hatte David Ferrer gegen Nalbandian verloren, Lopez schaffte durch seinen Erfolg gegen del Potro den Ausgleich.

Der Unterstützung ihres am Knie verletzten Superstars Rafael Nadal konnten sich die Spanier sicher sein. Der 22 Jahre alte Weltranglisten-Erste hatte auf Mauritius am Freitag während der ersten Partie plötzlich keinen Fernsehempfang mehr. Daraufhin hielt er per Telefon Kontakt zu den spanischen Betreuern.

„Ich habe alle zwei Minuten bei unserem Team in Argentinien angerufen“, berichtete Nadal dem Radiosender Cadena Ser. Über seine Handyrechnung wollte sich der Multimillionär dabei keine Gedanken machen: „Ich war so nervös und habe immer Vamos Espana gerufen.“

Verletzungsbedingt verpasste er die große Chance, als erster aktueller Weltranglisten-Erster seit dem Australier Lleyton Hewitt 2001 am Davis-Cup-Finale teilzunehmen. „Es schmerzt, nach einer langen und sehr positiven Saison auf meine beiden Hauptziele des Jahres – das Masters und das Davis-Cup-Finale – verzichten zu müssen“, sagte der Wimbledonsieger: „Das ist eine schwere Zeit für mich, aber ich habe alles getan, was möglich war, um bei diesem Endspiel dabei zu sein.“ Es reichte auch so.

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