The Internazionali BNL d’Italia 2017 – Day Eight

Video-Rückblick: So gewann Alexander Zverev in Rom

Als erster Deutscher seit 2001 (Tommy Haas in Stuttgart) hat Alexander Zverev, 20, gestern in Rom ein Masters-Event gewonnen. Im Finale bezwang er den Weltranglisten-Zweiten Novak Djokovic in beeindruckender Manier mit 6:4, 6:3. Mit dem Sieg sicherte er sich erstmals eine Platzierung in den Top 10 der Weltrangliste – als erster Deutscher seit Tommy Haas vor zehn Jahren.



Im Endspiel gegen Djokovic spielte Zverev eigenen Angaben zu Folge „eines meiner besten Matches überhaupt“. Ihm unterliefen nur sehr wenige leichte Fehler. Zu keinem Zeitpunkt verlor er die Kontrolle über die Partie. Seine Präsenz in den Ballwechseln war beeindruckend. Wer das Match, das nur im Pay-TV bei Sky lief, nicht sehen konnte, kann sich hier alle Höhepunkte anschauen.

Zverev vs. Djokovic in der Highlight-Zusammenfassung:

Um den Sieg von Zverev gestern in Rom noch besser einschätzen zu können,  helfen folgende Angaben: Er gewann ein Turnier der 1000er-Masters-Serie. In der Struktur der ATP-Tour folgen die neun Events dieser Serie direkt auf die vier Grand Slam-Turniere. Ein anderer Vergleich: Von 59 Masters-Turnieren seit 2011 hießen die Sieger 54-mal Djokovic, Roger Federer, Rafael Nadal und Andy Murray. Zverev ist der jüngste Sieger seit Djokovics Erfolg 2007 in Miami – heute ist  der Serbe zwölfmaliger Grand-Slam-Champion.

Gewohnt an den Erwartungsdruck

Wie wird Zverev nun mit diesem Erwartungsdruck umgehen? Cool – wie immer. Er kennt es nicht anders. Seit Jahren wird er gebetsmühlenartig als künftiger Heilsbringer des deutschen Herrentennis angepriesen. Andere wären an diesem Druck möglicherweise längst zerbrochen; Zverev scheint es nicht zu belasten. Er kann das alles ausklammern, weil er einfach nur spielen und besser werden will. Ja, das klingt denkbar einfach, ist aber schwer genug umzusetzen.

Von den „jungen Wilden“, die die ATP gerne im Twitter-Duktus als #NextGen vermarktet, ist Zverev nun eindeutig die heißeste Nummer. In der Jahres-Wertung der U21-Spieler, über die sich der Nachwuchs für das erstmals im November ausgetragene „NextGen-Final“ in Mailand qualifiziert, hat er nun mehr als 1.500 Punkte Vorsprung auf den Kroaten Borna Coric, der auf Platz zwei geführt wird.

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