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Was Sie über Olympia 2016 wissen sollten

Die Olympischen Spielen in Brasilien werfen ihre Schatten voraus. Wissenswertes zu den Tennis-Wettbewerben bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro.

Die Kriterien

Gespielt wird in fünf Wettbewerben (Einzel, Doppel, Mixed bei Damen und Herren). Grundsätzlich richtet sich das Feld nach der ATP- und WTA-Weltrangliste. Für die Einzel sind am 6. Juni (nach Paris) die jeweils ersten 56 Spieler(innen) direkt qualifiziert (Doppel Top 24). Sechs weitere Spieler können sich bis Wimbledon über die Rangliste qualifizieren. Je zwei „Invitation Places“ vergibt das IOC in Absprache mit der ITF, um die 64er Einzelfelder zu komplettieren (Doppel 32er- , Mixed 16er Feld). Die Wildcards bekommen Spieler vom Gastgeberland oder aus Nationen, die sonst nicht vertreten sind. Pro Nation können maximal sechs Profis teilnehmen (4 Einzel, 2 Doppel). Die Mixed-Teilnehmer ergeben sich aus den für Einzel und Doppel Qualifizierten. Gespielt wird im Einzel über zwei Gewinnsätze (auch das Match um Bronze), nur im Herrenfinale Best of Five.

Die Deutschen

Für die Deutschen ist es einfacher als in der Vergangenheit, sich für Olympia zu qualifizieren. Das liegt daran, dass der DOSB sich neuerdings nach den internationalen Kriterien richtet. Entsprechend hat der DTB ein großes offizielles Olympiateam gemeldet. Damen: Kerber, Petkovic, Lisicki, Barthel, Görges, Beck, Witthöft, Maria, Grönefeld. Herren: Kohlschreiber, Zverev, Becker, Struff, Brown, Mayer, Haas, Petzschner.

„Der Cut wird etwa bei Rang 70 liegen. Alle benannten Einzelspieler haben die Chance, das zu schaffen“, begründet Sportdirektor Klaus Eberhard die Nominierung. „Sie ist aber nicht in Stein gemeißelt. Jeder Nicht-Nominierte hat die Chance, sich noch ins Team zu spielen.“

Maximal können aus deutscher Sicht also je vier Einzelspieler und je zwei Doppel antreten. Theoretisch könnten auch zwei deutsche Mixed an den Start gehen. Das war bereits in London 2012 der Fall, als Christopher Kas und Sabine Lisicki sowie Philipp Petzschner und Angelique Kerber antraten. Petzschner spielte vor vier Jahren sogar in drei Wettbewerben (Doppel mit Kas). Die Dreifach-Belastung will Eberhard allerdings vermeiden. „Bei der Kürze des Turniers reichen zwei Wettbewerbe“, sagt er. Der Sportdirektor setzt vor allem darauf zu kombinieren – „Wir haben, wenn wir realistisch mit acht bis zehn Spielern antreten, viele Möglichkeiten zu variieren.“

Im Mixed besteht zudem noch vor Ort die Möglichkeit, in das Feld mit nur 16 Paaren hineinzurücken. Meldeschluss: 9. August. Da ist der erste Turniertag schon gespielt. Insgesamt heißt die Devise für Eberhard: „Unser Ziel ist eine Medaille.“ Helfen sollen dabei auch Fitnesstrainer und Physios, die das Team ab jetzt bei großen Events betreuen und teilweise vom DOSB mitfinanziert werden.

Die Anlage

Die olympische Tennisanlage war als eines der ersten Stadien spielbereit. Lediglich die Dachkonstruktion des Centre Courts war Ende 2015 noch nicht komplett fertig. Gespielt wird im Barra Olympic Park im Stadtteil Barra da Tijuca, rund eine Stunde südwestlich vom Zentrum gelegen. Insgesamt gibt es zehn Matchcourts und sechs Trainingsplätze. Die Top-Matches finden in drei Stadien statt – für 10.000, 5.000 und 3.000 Zuschauer. In der Nähe der Tennisanlage gibt es zahlreiche Wettbewerbe (Basketball, Handball, Schwimmen, Turmspringen, Turnen, Fechten, Radfahren, Golf).

Infos Rio 2016

Datum:6. – 14. August
Ort:Olympisches Tenniszentrum Barra da Tijuca, Rio de Janeiro
Bodenbelag:Rebound Ace
Damenfinale London 2012:Serena Williams – Maria Sharapova 6:0, 6:1
Herrenfinale London 2012:Andy Murray – Roger Federer 6:2, 6:1, 6:4
Weltranglistenpunkte:750 (Herren) bzw. 685 Punkte (Damen) für Gold
 TV:ARD und ZDF
 Tickets:ab 50 Euro bei tickets4summergames oder DERTOUR (offizielle Ticket-Agentur)
Mehr Infos:www.itftennis.com/olympics

 

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