Wawrinka fordert jetzt Federer heraus

Wie 2014: Wawrinka im Masters-Halbfinale gegen Federer

London – French-Open-Sieger Stan Wawrinka aus der Schweiz ist dem ungeschlagenen Gruppensieger Rafael Nadal (Spanien) beim ATP-Saisonfinale der acht weltbesten Tennisprofis in London ins Halbfinale gefolgt. Der 30-Jährige sicherte sich den zweiten Platz in der Gruppe Ilie Nastase durch das 7:6 (7:4), 6:4 im direkten Duell gegen Lokalmatador Andy Murray und trifft im Halbfinale am Samstag auf seinen Landsmann Roger Federer.

Mit einer weißen Weste beendete der 14-malige Grand-Slam-Gewinner Nadal die Vorrunde, nachdem er mit Erfolgen über Wawrinka und Murray den Gruppensieg bereits zuvor sicher hatte. Zum Abschluss benötigte der Spanier aber ein Marathon-Match mit einer Dauer von 2:38 Stunden, um seinen bereits ausgeschiedenen Landsmann David Ferrer mit 6:7 (2:7), 6:3, 6:4 zu bezwingen.

Der 29-jährige Nadal, der auf ein Jahr voller Rückschläge zurückblickt, scheint damit gerüstet für sein 46. Duell mit Titelverteidiger und Branchenprimus Novak Djokovic (Serbien), der hinter Federer nur Zweiter in der Gruppe Stan Smith wurde. Nadal liegt in der Gesamtbilanz mit 23:22 Siegen noch vorne, Djokovic konnte aber sieben der letzten acht Vergleiche für sich entscheiden.

Neuauflage des letztjährigen Halbfinals

2014 fand das Schweizer Duell zwischen Wawrinka und Federer ebenfalls im Halbfinale des Jahres-Abschlussturniers statt – und es entwickelte sich eine hochklassige Partie. Nach 2:48 Stunden und vier abgewehrten Matchbällen hatte Roger Federer seinen Davis-Cup-Kumpel damals mit 4:6, 7:5, 7:6 niedergerungen. Das Match wurde von der ATP zur besten des Jahres 2014 ausgezeichnet, die Neuauflage schürt darum hohe Erwartungen.

Am Rande kam es 2014 zu einem kleinen Skandal: Wegen Mirka Federers Zwischenruf „Cry Baby“, der Stan Wawrinka gegolten hatte, überschlug sich die Presse hinterher mit Schlagzeilen und kolportierte einen Graben zwischen den beiden. Doch diese rauften sich zusammen, und der Rücken des 17-fachen Grand-Slam-Champions erfuhr eine Blitz-Heilung. Denn Federer hatte den Sieg gegen Wawrinka im Masters-Halbfinale teuer bezahlen müssen und konnte zum Endspiel gegen Novak Djo0kovic nicht antreten. Aber sieben Tage später bescherte das Weltklasse-Duo der Schweiz in Lille gegen Frankreich den ersten Davis-Cup-Triumph. (SID, Red, timboe)

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