Scharapowa setzt sich beim WTA-Finale kleine Ziele

WTA-Finals: Sharapova sieht sich nicht als Favoritin

Die lange verletzte Maria Sharapova sieht sich bei dem am Sonntag in Singapur beginnenden WTA-Finale der besten acht Spielerinnen (bis 1. November) nicht als Titelfavoritin. „Es ist für mich eine Herausforderung, in den drei Gruppenmatches wettbewerbsfähig zu sein und gesund zu bleiben“, sagte die Weltranglistenvierte einen Tag vor ihrer Auftaktpartie in der Roten Gruppe gegen die Polin Agnieszka Radwanska (Polen/Nr. 5).

Seit ihrem Halbfinal-Aus in Wimbledon gegen die Branchenführerin Serena Williams (USA) Mitte Juli hat die 28-jährige Scharapowa nur noch ein Match gespielt. Die Partie in Wuhan gegen die Tschechin Barbora Strycova musste die Russin im dritten Satz allerdings wegen einer Handgelenkblessur aufgeben.

Besonders der Wettkampf auf dem Court fehlte Sharapova in den vielen Wochen ohne Turnierteilnahme. „Es war schon frustrierend, weil man trainiert hat, aber sich die Belohnung im Match nicht abholen konnte. Damit meine ich nicht etwaige Siege, sondern einfach nur die Möglichkeit, Verbesserungen im Training in die Spiele zu transportieren“, sagte die bestverdienende Sportlerin der Welt (30 Millionen Dollar pro Jahr), die ein für ihre Verhältnisse enttäuschendes Tennisjahr hinter sich hat.

Sie holte nur zwei Turniersiege (Brisbane und Rom), spielte einschließlich Fed Cup gerade mal 42 Matches zu Ende (Bilanz 34:8) und schaffte es bei den vier Grand-Slam-Turnieren lediglich in Melbourne bis ins Finale. Bei den French Open war das Achtelfinale Endstation, in Wimbledon das Halbfinale. Bei den US Open fehlte Sharapova verletzt.

Ans Aufhören denkt die inoffizielle Weltmeisterin von 2004 aber noch lange nicht. „Ich liebe es, Tennis zu spielen. Da gibt es momentan noch nichts anderes, das mir so ein Gefühl und solche Emotionen beschert wie dieser Sport“, verriet Sharapova und fügte an: „Es ist nicht so, dass ich verheiratet bin und morgen schon Kinder möchte.“ Irgendwann wolle sie auf jeden Fall eine Familie, „aber derzeit bin ich zufrieden mit dem Status Quo meiner Karriere.“ (SID)

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