WTA Finals

WTA Finals in Singapur: Die Top 8 im Check

Da sind wir schon wieder: Das Ende des Tennisjahres wird durch die WTA Finals vom 22.10. bis zum 29.10 in Singapur beschlossen. Wie jedes Jahr hoffen die Top 8 der Damenweltrangliste darauf, den inoffiziellen Weltmeistertitel zu gewinnen. Die Vorjahressiegerin, Dominika Cibulkova, hat nicht einmal die Chance, ihren Titel zu verteidigen, da sie sich nicht qualifiziert hat. Auch Vorjahresfinalistin Angelique Kerber ist diesmal nicht dabei. Wir analysieren die momentane Elite der WTA-Tour und geben eine Prognose zu ihren Chancen in Singapur ab.



Simona Halep

Strahlende neue Nummer eins: Simona Halep.

Die neue Nummer eins der Welt gewann zwar dieses Jahr nur einen Titel, kam allerdings bei den French Open, in Cincinnati und Peking ins Finale. Durch letzteres wurde sie die neue Nummer eins. Sonst hat Halep keine herausragende Saison gespielt. Bei den Australian Open und US Open verlor sie bereits in Runde eins. In Wimbledon scheiterte sie im Viertelfinale gegen Johanna Konta. Trotzdem: Nummer eins der Welt!

Turniersiege 2017: 1 (Madrid)

Ranglistenplatz: 1

Alter: 26 Jahre

Nation: Rumänien

Bisherige Teilnahmen an den WTA-Finals: 3 (2014-2016)

Prognose: Sie eroberte sich kürzlich die Top-Position in der Weltrangliste. Wir trauen ihr auf jeden Fall die Halbfinalteilnahmne zu, schätzen aber zwei Konkurrentinnen stärker ein.

Garbine Muguruza

Gut in Form: Garbine Muguruza überzeugte zuletzt in Cincinnati.

Garbine Muguruza spielt die beste Saison ihrer Karriere. Sie gewann das Wimbledonfinale gegen die ehemalige Nummer eins der Welt, Venus Williams, und triumphierte in Cincinnati im Endspiel gegen Simona Halep. Erst vor zwei Wochen hatte diese es geschafft, die Spanierin als Nummer eins abzulösen. Halep und Muguruza trennen momentan nur 40 Punkte in der Weltrangliste. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Spitzenplatz.

Turniersiege 2017: 2 (Wimbledon und Cincinnati)

Ranglistenplatz: 2

Alter: 24 Jahre

Nation: Spanien

Bisherige Teilnahmen an den WTA-Finals: 2 (2015/2016)

Prognose: Gewann in Cincinnati gegen Pliskova und Halep. Gilt zu Recht als eine der Favoritinnen nach einer starken Saison. Wir sehen sie im Finale von Singapur.

Karolina Pliskova

Will zurück an die Weltranglistenspitze: Karolina Pliskova.

Karolina Pliskova spielt ebenfalls eine konstant gute Saison, was drei Turniersiege in Brisbane, Doha und Eastbourne belegen. Allerdings fehlt ihr dieses Jahr ein großer Erfolg bei den Grand Slams. Sie kam bis ins Halbfinale der French Open und ins Viertelfinale in Melbourne und New York. In Wimbledon schied sie in Runde zwei aus, aber da Kerber abrutschte, wurde Pliskova im Anschluss für acht Wochen die Nummer eins der Welt. Durch die WTA Finals hat sie die Chance, sich diese Position zurückzuerobern. Ein Vorteil: Ihr Lieblingsbelag ist Hartplatz.

Turniersiege 2017: 3 (Brisbane, Doha und Eastbourne)

Ranglistenplatz: 3

Alter: 25 Jahre

Nation: Tschechien

Bisherige Teilnahmen an den WTA-Finals: 1 (2016)

Prognose: Letztes Jahr schied sie in der Gruppenphase aus, doch dieses Jahr trauen wir ihr mehr zu. In Topform ist sie eine heiße Endspiel-Kandidatin.

Elina Svitolina

Der Vorzeigeschlag von Elina Svitolina: die beidhändige Rückhand.

Die Ukrainerin qualifizierte sich erstmals für die WTA Finals. Sie brilliert vor allem mit ihrer beidhändigen Rückhand. Ihre größten Erfolge dieses Jahr waren die Turniersiege in Dubai, Rom und Toronto. Sie setzte sich zweimal klar in zwei Sätzen gegen Caroline Wozniacki und einmal in drei Sätzen gegen Simona Halep durch. Sie war 2017 schon einmal die Nummer drei der Welt und ist immer für eine Überraschung gut. Svitolina hat außerdem auch die Chance, am Ende des Jahres die Weltrangliste anzuführen, was sie umso mehr motivieren sollte.

Turniersiege 2017: 5 (Taipeh, Dubai, Istanbul, Rom und Toronto)

Ranglistenplatz: 4

Alter: 23 Jahre

Nation: Ukraine

Bisherige Teilnahmen an den WTA-Finals: 0

Prognose: Sie gewann die meisten Turniere aller Teilnehmerinnen, jedoch blieb ein großer Erfolg bei den Grand Slams aus. Die Halbfinalteilnahme ist trotzdem drin.

Venus Williams

Oldie but Goldie: Venus Williams.

Die 37-jährige „Oma“ der Tour, Venus Williams, schaffte es ohne einen einzigen Turniersieg nach Singapur. Immerhin: Bei den Australian Open sowie in Wimbledon stand sie jeweils im Finale. Sie unterlag einmal ihrer jüngeren Schwester Serena in Melbourne und Muguruza in London. Venus spielte 2017 nur 13 Turniere. Ähnlich wie der fast gleichaltrige Roger Federer teilt sie sich ihre Kräfte ein. Ihr Vorteil: Sie ist mit Abstand die Erfahrenste bei den Finals.

Turniersiege 2017: 0

Ranglistenplatz: 5

Alter: 37 Jahre

Nation: USA

Bisherige Teilnahmen an den WTA-Finals: 4 (1999, 2002 und 2008/2009)

Prognose: Aus in der Vorrunde. Williams gewann 2017 noch kein Turnier und das wird auch in Singapur so bleiben. Aber alleine die Teilnahme nach acht Jahren Pause ist schon ein Erfolg für die US-Amerikanerin.

Caroline Wozniacki

Konnte sich dieses Jahr nicht gegen die Elite durchsetzen: Caroline Wozniacki.

Caroline Wozniacki spielte dieses Jahr schon 22 Turniere und ist damit das Gegenstück zu „Wenigspielerin“ Venus Williams. Sie triumphierte aber lediglich in Tokio. Die Dänin scheiterte sechsmal im Finale, bevor sie es schaffte, im Oktober in Japan zu gewinnen. Eigentlich spielt Wozniacki eine konstante Saison, dennoch fehlt ihr öfters das letzte Quentchen, um sich gegen die Topspielerinnen in wichtigen Spielen durchzusetzen. Auch bei den Grand Slams kam sie nicht über eine Viertelfinalteilnahme bei den French Open hinaus.

Turniersiege 2017: 1 (Tokio)

Ranglistenplatz: 6

Alter: 27 Jahre

Nation: Dänemark

Bisherige Teilnahmen an den WTA-Finals: 4 (2009-2011 und 2014)

Prognose: Aus in der Vorrunde. Wozniacki lässt die Gegnerin meistens das Spiel bestimmen, ihrem Spiel fehlen die Waffen, um den Spitzenspielerinnen weh zu tun. Die Vorrunde wird für die ehemalige Nummer eins der Welt Endstation sein.

Jelena Ostapenko

Die Jüngste im Teilnehmerfeld: Jelena Ostapenko

Die erst 20-jährige Lettin sorgte in diesem Jahr für Furore. Sie gewann nicht nur die French Open im Finale gegen Simona Halep, sondern qualifizierte sich außerdem als erste Lettin überhaupt für die WTA Finals nach einer herausragenden Saison. Oftmals heißt es bei ihr: alles oder nichts. Das sah man sehr gut im Finale der French Open, wo sie erst wegen vielen unnötiger Fehler 4:6, 0:3 hinten lag und dann Halep vom Platz schoss. Eine aufregende Spielerin! Ihr fehlt allerdings noch die Erfahrung und die Konstanz in ihrem Spiel.

Turniersiege 2017: 2 (French Open und Seoul)

Ranglistenplatz: 7

Alter: 20 Jahre

Nation: Lettland

Bisherige Teilnahmen an den WTA-Finals: 0

Prognose: Das „Küken“ der Top 8 wird versuchen, die Elite zu ärgern. Allerdings wird ihr die mangelnde Erfahrung zum Verhängnis werden. Sie scheidet in der Vorrunde aus.

Caroline Garcia

Qualifizierte sich erst kurz vor Schluss: Caroline Garcia.

Caroline Garcia qualifizierte sich als Letzte für die WTA Finals – und das erst vor zwei Wochen! Sie triumphierte zunächst in Wuhan und eine Woche später in Peking. Durch diese beiden Titel und die Absage Kontas in Moskau ist die Französin erstmals in Singapur dabei. In Peking gelang ihr sogar ein Zweisatzsieg gegen die Nummer eins, Simona Halep. Vor 2017 spielte sie auch regelmäßig Doppel und war dort ebenfalls sehr erfolgreich. In Singapur kann sie befreit aufspielen.

Turniersiege 2017: 2 (Wuhan, Peking)

Ranglistenplatz: 8

Alter: 24 Jahre

Nation: Frankreich

Bisherige Teilnahmen an den WTA-Finals: 0

Prognose: Obwohl die Formkurve klar für Garcia spricht und sie auch schon große Erfolge im Doppel feierte, haben die anderen Spielerinnen mehr Erfahrung. Nach den anstrengenden letzten Wochen könnte ihr ein wenig die Kraft fehlen. Sie übersteht die Gruppenphase nicht.

Infos zum Turnier:

Datum: 22.10. bis 29.10.

Ort: Singapur

Preisgeld: 7 Millionen US-Dollar

Weltranglistenpunkte: maximal 1500 (ungeschlagene Siegerin)

Belag: Hartplatz

Vorjahresfinale: Dominika Cibulkova – Angelique Kerber 6:3, 6:4

Übertragung: SPORT1 und SPORT1+

Weitere Infos: http://www.wtafinals.com

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