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WTA-Tour: Die Aufsteigerinnen des Jahres 2017

Nach einem turbulenten Jahr auf der WTA-Tour kommt die Zeit, um ein Fazit zu ziehen. Wer blühte auf? Und wer konnte nicht an seine Vorjahresleistung anknüpfen? tennis MAGAZIN stellt die Auf- und Absteigerinnen des Jahres 2017 vor. Diesmal konzentrieren wir uns auf die Spielerinnen, die 2017 überzeugten.


Jelena Ostapenko: French Open-Sieg und Einzug in die Top 10.

 

Jelena Ostapenko ist die Überraschung des Jahres! Die erst 20-Jährige kämpfte sich von Position 44 am Anfang der Saison bis zum siebten Rang vor und qualifizierte sich als erste Lettin überhaupt für die WTA-Finals. Durch ihren Sieg bei den French Open im Finale gegen Simona Halep gelang ihr der Durchbruch. Ostapenko begeisterte das Publikum mit feinstem Power-Tennis. Neben den French Open triumphierte sie noch beim Turnier in Seoul.

Legte einen starken Saison-Endspurt hin: Caroline Garcia.

Caroline Garcia konzentriete sich bis letztes Jahr auch aufs Doppel, entschied sich dann den Fokus aufs Einzel zu legen. Die Französin spielte ziemlich erfolgreich an der Seite von Kristina Mladenovic. Unter anderm gewannen sie 2016 die French Open. Seit Anfang dieses Jahres verbesserte sie sich um 16 Plätze im Einzel, von Rang 24 auf acht. Das gelang der 24-Jährigen dank eines starken Schlussspurts beim „Asia Swing“. Durch ihre Turniersiege in Peking und Wuhan qualifizierte sie sich als Letzte für die WTA-Fianls, wo sie ins Halbfinale einzog.

So geht ein Comeback: Sloane Stephens ist überglücklich nach ihrem US Open-Titel.

Sloane Stephens feierte im Juli 2017 ihr Comeback nach knapp einjähriger Verletzungspause. Sie stand damals auf Position 336 und rutschte wegen ihrem Erstrundenaus in Washington auf Platz 957 ab. Doch dann legte sie los: Die 24-Jährige erreichte das Halbfinale in Toronto und gleich darauf das Halbfinale in Cincinnati. Das bescherte ihr einen gewaltigen Sprung auf Platz 84, bevor es zur Krönung ihres Comeback kam – der US Open-Titel. Durch dieses herausragende Comeback konnte sie sich sogar für die B-WM in Zhuhai qualifizieren. Nach den US Open gewann sie zwar kein Match mehr (sechs Niederlagen inklusive Fed Cup-Finale), was aber ihre Leistung seit ihrer Rückkehr nicht schmälern soll.

Eine Kämpferin: Julia Görges triumphierte zum Abschluss in Moskau und bei der WTA Elite Trophy

Julia Görges preschte im Jahr 2017 von Platz 53 bis auf den 14. Platz vor. Die 29-Jährige triumphierte in Moskau, nachdem sie in den Monaten zuvor drei Endspiele verloren hatte. Mit dem Turniersieg in Moskau überholte sie Angelique Kerber als beste deutsche Tennisspielerin. Dadurch qualifizierte sie sich auch für die WTA Elite Trophy. Damit nicht genug: In Zhuhai holte Görges den nächsten Titel und beendet das Jahr mit der besten Ranglistenplatzierung in ihrer Karriere.

Auf dem Vormarsch: Ashleigh Barty

Ashleigh Barty griff dieses Jahr wieder zum Tennisschläger und gab ein erstaunliches Comeback. Zuvor spielte sie Cricket – entschied sich dann aber doch, weiter Tennis zu spielen. Die 21-jährige Australierin gilt als großes Talent und man sieht, dass sie viel Potenzial hat. Das zeigte sie bereits im März in Kuala Lumpur, wo sie ihren ersten WTA-Titel gewann. Bereits 2013 im Doppel erreichte sie drei Grand Slam-Finals. Trotz ihrer nur 1,66 Meter verfügt sie über einen erstaunlich starken Aufschlag. Von Platz 271 (!) zu Beginn des Jahres katapultierte sich Barty bis auf Rang 17 nach oben. Prognose: Dort wird noch nicht Schluss sein.

Text: Moritz von Blittersdorff

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