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Babolat Play im tennis MAGAZIN-Test: Chip and Charge

Der Babolat-Play blinkt weiter, ich bin noch im Aufnahmemodus. Das Geheimnis das Schlägers liegt im Griff: Wo vorher 20 Gramm Gewicht ruhten, befindet sich nun  ein Bewegungssensor, der Schlagmuster erkennt und anhand der Vibrationen des Rahmens errechnet, wo der Ball exakt getroffen wurde. Bei dem Schläger handelt es sich um einen „Pure Drive GT“, dessen Spezifikationen durch den Sensor nicht verändert wurden. Der Vorteil: Er spielt sich wie ein „Pure Drive GT“ ohne Messinstrument. Ich spüre also nichts von dem, was den „Babolat Play“ so besonders macht.



Knapp 600 Schläge in einer Stunde

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TRACKING-MODUS: Racket einschalten, mit dem Spielen -starten. Blaues Licht zeigt Aufzeichnung der Daten an.

Nach einer Stunde Schlagtraining werte ich die Daten aus – direkt auf dem Platz. Zuvor hatte ich mir die App zum Schläger auf mein Smartphone geladen. Über eine Bluetooth-Verbindung landen die Zahlen ruckzuck auf meinem Display: 593 Gesamtschläge, davon 331 Vorhände, 213 Rückhände, 42 Aufschläge und sieben Schmetterbälle. Flugbälle erkennt der Schläger nicht, sie werden als Vor- oder Rückhand-Slice verbucht. Die Zahlen sind erstmal beeindruckend. Fast 600 Schläge in einer Stunde Training – das hätte ich nicht gedacht, auch wenn es sehr intensiv war.

NACH DEM SPIEL: Daten wie die Treffer-genauigkeit werden auf das Smartphone drahtlos übertragen.

NACH DEM SPIEL: Daten wie die Treffergenauigkeit werden auf das Smartphone drahtlos übertragen.

Erstaunlich auch: Die effektive Spielzeit, die ebenfalls gemessen wird, beträgt 28 Minuten – obwohl wir nur zwei kurze Trinkpausen einlegten. Die meiste Zeit geht für die Spielpausen zwischen zwei Ballwechseln drauf. Aufschlussreich ist die Quote der Schläge, die im Sweetspot landen – nämlich nur 38 Prozent der Gesamtschläge. Besonders mies ist die Ausbeute beim Aufschlag: schlappe zwölf Prozent, da herrscht Optimierungs­bedarf. Für mich wenig überraschend: Topspin setze ich so gut wir gar nicht ein, am liebsten mag ich gerade, flache Bälle. Recht hoch ist die Anzahl der Slice-Schläge. Das liegt am Nichterkennen der Volleys. Was man vermeiden sollte: Den Ball aus Konzentrationsgründen vor dem Service mit dem Schläger aufzuprellen – das geht mit in die Auswertung ein.

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