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Der Aufschläger

Um die 60 Prozent der Aufschläge sollten Richtung Platzmitte serviert werden. Der Rest auf den Körper des Returners oder als Winner nach außen. Warum hauptsächlich durch die Mitte? Weil sich damit für den Rückschläger kein Winkel ergibt, um den gegnerischen Netzspieler links oder rechts zu umspielen.



Ein Return aus der Mitte des Platzes macht es dem Partner des Aufschlägers leicht, diesen Return abzufangen. Zu leicht ausrechenbar wird der Aufschläger, wenn er nur durch die Mitte serviert. Deshalb sollte er den Rest seiner Aufschläge variieren. Die Position des Aufschläger ist anders als im Einzel weit außen auf der Grundlinie, da die andere Platzhälfte vom Partner abgedeckt wird.

Variante 1: Return durch die Mitte

Return nicht nach außen spielen lautet die Grundregel für den Rückschläger, und zwar aus demselben Grund wie für den Aufschläger, dem Gegner keine Winkel und damit Angriffsmöglichkeit zu bieten. Idealerweise wird der Ball so nahe wie möglich am gegnerischen Netzspieler vorbeigespielt, so dass dieser nicht eingreifen kann. Er sollte sich dabei nicht am Netzspieler orientieren, sondern an einer gedachten Zielzone. Auf den Fotos erkennen Sie diese Zone in der hinteren Platzmitte des Aufschlägers. Je weiter der Ball nach hinten und in die Mitte returniert wird, desto schwieriger für die Gegner, da der Korridor für einen Passierschlag klein gehalten wird. Je kürzer und weiter der Rückschläger dagegen nach außen spielt, desto größer der Winkel zum Passieren. Rückschläger und Aufschläger haben die Aufgabe, ihren Netzspielern zu dienen, d. h. deren Angriff vorzubereiten.

Der Aufschläger

Variante 2: Der Cross-Return

Einen Winner zu spielen, ist nicht verboten, aber die Situation sollte dies zulassen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn der Aufschlag mit nicht allzu hohem Tempo nach außen gespielt wird. Dann hat der Rückschläger einen günstigen Winkel und kann selbst einen Ball cross nach außen platzieren. Die Zielfläche dieser Variante sehen Sie rechts im Korridor.

Variante 3: Der Longline-Return

Je weiter der Aufschlag nach außen kommt, desto eher eröffnet sich für den Rückschläger die Chance zu einer weiteren Variante: dem Longline-Return. Da der offensive Netzspieler stets auf dem Sprung in die Mitte ist, um die Cross-Rallye zwischen Aufschläger und Rückschläger zu durchkreuzen, nagelt diese Option den offensiven Netzspieler auf seiner Position fest. Durch den Aufschlag nach außen erhält der Rückschläger einen guten Winkel und kann seinen Retur nun außen am Netzspieler vorbei nach hinten in den Korridor spielen. Schafft er es, den Netzspieler zu passieren, ist der Ball für den Aufschläger unerreichbar.

Australia's Casey Dellacqua (R) and Serb

Der offensive Netzspieler – in aussichtsreicher Position

Die erste Chance zum Punktgewinn am Netz hat der Netzspieler neben dem Aufschläger. Wenn der Return kommt, muss sich dieser offensive Netzspieler blitzschnell dafür oder dagegen entscheiden, in den Ballwechsel zwischen Auf- und Rückschläger zu gehen. Entscheidet er sich dafür, muss er auch punkten indem er den Volley in einer der drei markierten Zonen setzt: kurz cross aufdie Rückhand, durch die Mitte in die Lücke zwischen den beiden Spielern oder Vorhand cross neben die Füße des Netzspielers.

Entscheidet sich der offensive Netzspieler, nicht einzugreifen, weil der Ball unerreichbar ist, nimmt er den Kopf möglichst tief, um den Crossball des Partners nicht zu stören, und achtet auf die Reaktion des defensiven Netzspielers. Dort kann er ablesen, was als nächstes passiert. Schaut sein Gegenüber zum Beispiel nach oben, spielt der eigene Partner einen Lob. Rückt der gegnerische Netzspieler zum Volley ans Netz vor, weicht er aus der Offensive nach außen bis zur T-Linie zurück. Während der Rallye gilt: Spielt der Aufschläger durch die Mitte, rückt auch der Netzspieler ein wenig in die Mitte, spielt sein Partner nach außen, positioniert er sich ebenfalls nach außen. Je reaktionsschneller der Netzspieler ist, desto dichter kann er ans Netz aufrücken.

Der defensive Netzspieler – Hoffen auf die Chance

Die Gelegenheit, in die Rallye von Auf-und Rückschläger zu gehen, sucht auch der defensive Netzspieler. Allerdings muss er zuvor die Reaktion seines offensiven Gegenübers abwarten bzw. in dessen Augen schauen. Zeigt er keine Reaktion, kann der defensive Netzspieler ans Netz vorrücken, um selbst die Offensivposition zu übernehmen und möglichst zu vollieren. Als Ziel bietet sich dann die Lücke zwischen den beiden gegnerischen Spielern an. Erkennt er dagegen, dass sein Gegenüber zum Volley geht, weicht er schräg nach hinten zurück, also in die vermutete Schlagrichtung, um Zeit für seine Reaktion zu gewinnen und um die Lücke zu seinem Partner zu schließen. Solange Auf- und Rückschläger ihre Cross-Rallye spielen, wechseln die beiden Netzspieler ständig ihre Position und ihre Aufgabe durch Vor- und Zurückweichen. Um die Wachsamkeit zu erhöhen, stehen sie auf den Vorderfüßen, um die Muskulatur in Bereitschaft zu halten. Jedes Mal, wenn der Gegner den Ball trifft, machen sie einen kleinen versetzten Splitstep, um schnell reagieren zu können. Wer während des Ballwechsels herumsteht, braucht zu lange, um zu reagieren.

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