Russia’s Elena Dementieva drinks water a

Kraft aus der Flasche

Wenn auf dem Court jeder Schritt zur Qual wird, kann das an den falschen Schuhen, einer schlechten Kondition oder dem falschen Getränk liegen. In einem langen Match ist Trinken besonders wichtig. Das richtige Getränk gleicht den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust aus und dient außerdem als Energielieferant.
Kohlenhydrate liefern Energie und können nicht nur in fester Form (zum Beispiel in Nudeln oder Kartoffeln) aufgenommen werden. Als gelöste Zucker sind sie ein wertvoller Bestandteil von Sportgetränken. Während eines Matches verhindern sie einen plötzlichen Kraftverlust.
Die meisten Sportgetränke enthalten aber neben überflüssigen Geschmacks- und Farbstoffen eine zu hohe Konzentration an Kohlenhydraten. Diese bleiben zu lange im Magen und gelangen nicht so schnell in den Energiestoffwechsel. Damit der Körper den Zucker schnell verwerten kann, sollte die Konzentration in der Flüssigkeit zwischen vier und acht Prozent liegen. Dies entspricht vier bis acht Gramm in einem Liter Wasser. Ein solches Getränk kann jeder problemlos selber herstellen (siehe Kasten). 



Verschiedene Zucker
Genauso wichtig wie die Konzentration der Kohlenhydrate ist die Art der Zucker. Günstig ist eine Mischung, die nach und nach abgebaut werden kann. Dextrose (Traubenzucker) ist ein so genannter Einfachzucker, der schnell zerlegt wird und sofort Energie liefert. Ist dieser verbraucht, bedient sich der Körper an Zweifach- zuckern wie Saccharose und Mehrfachzuckern (z. B. Maltodextrin).
Weiterer Bestandteil eines guten Sportgetränks: Natrium. Wer schwitzt, verliert viel davon und muss während des Spiels für Nachschub sorgen. Ein wenig Salz reicht aus, um den Körper mit Natrium zu versorgen.
Bereits vor einem Match braucht der Körper ausreichend Flüssigkeit. Mindestens einen halben Liter Sportgetränk sollte ein Spieler in der Stunde vor einem Match zu sich nehmen. Während des Spiels sollte es mindes-tens ein Liter pro Stunde sein. Die optimale Temperatur für ein Sportgetränk liegt zwischen fünf und zehn Grad, da der Körper die Flüssigkeit dann am besten aufnimmt.
Mit dem Anstieg der Außentemperatur steigt auch der Bedarf an Flüssigkeit und Kohlenhydraten. Zwischen 25 und 30 Grad verdoppelt sich der Bedarf, über 30 Grad ist die doppelte bis dreifache Menge notwendig.
Genauso wichtig wie die Versorgung  vor und während des Matches ist hinterher das Auffüllen der Speicher: Insgesamt sollte 150 Prozent der verlorenen Flüssigkeit ersetzt werden. Kohlenhydrate kann der Körper am besten etwa eine Stunde nach der Belastung aufnehmen und speichern. Dann müssen es keine gelösten Zucker mehr sein. Feste Kohlenhydrate wie Nudeln stehen dann auf dem Speiseplan. Dr. Roland Höppner/Nikola JurkDer richtige Mix

1 Liter Wasser
2 EL Dextrose
2 EL Saccharose
2 EL Maltodextrine 6
eine Messerspitze Salz

Für das Sportgetränk kann Mineral- oder Leitungswasser verwendet werden.
Tipp: Den meisten Spielern bekommt während eines Matches Wasser ohne oder mit wenig Kohlensäure besser als Sprudel.
Die Zuckersorten sind in Drogeriemärkten oder Apotheken erhältlich. Je 100 Gramm kosten sie ca. 1 Euro (Dextrose), 2,20 Euro (Saccharose) bzw. 1,50 Euro (Maltodextrine 6). Saccharose muss nicht in der Apotheke gekauft werden. Es handelt sich dabei um gewöhnlichen Haushaltszucker.

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