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Forte Village Sardinien



Anfang der 70er-Jahre entstand das Resort Forte Village im Süden Sardiniens. In den letzten Jahren hat es sich zur exklusiven Adresse entwickelt – für Urlaub und Sport. Künftig setzt man vor allem auf Tennis!

Quiet please. Einer der Zuschauer neben der kleinen grünen Holztribüne hält den Zeigefinger auf seinen Mund und macht unmissverständlich klar, dass man hier nicht so laut quatschen soll. Schon klar, ein offizielles Match, aber es dauert auch etwas, bis man realisiert hat, dass es sich hier nicht um eine gewöhnliche Tennisanlage in einem normalen Ferienresort handelt.

Willkommen im Forte Village im Süden Sardiniens! „Where the extraordinary happens everyday“, heißt es in der Eigenwerbung. Dazu sieht man ein Foto, auf dem das Meer so smaragdgrün schimmert, dass man sich am liebsten sofort hineinstürzen würde. Wo das Außergewöhnliche jeden Tag passiert – zumindest, wenn man bedenkt, dass Gäste wie Tina Turner, Sting oder die Ausnahmekicker Pirlo oder Totti per Hubschrauber einfliegen oder per Cadillac vom 45 Autominuten entfernten „Cagliari International Airport Elmas“ ins „Forte“ chauffiert werden. Passieren sie die Schranken, gleiten sie wie alle anderen Gäste in eine Art tropischen Park mit einer Vegetation wie im Urwald. Im Sommer, wenn Papageien zwischen Pinien und Bougainvilleen frei umherfliegen, verstärkt sich das Dschungel-Feeling.

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Pool-Landschaft: In der Anlage fühlt man sich wie in einem tropischen Garten. Papageien fliegen frei herum.

Wobei: Die Zivilisation kommt nicht zu kurz in dem 50 Hektar riesigen Areal: Es gibt zig Bungalows – weiße Farbtupfer im Palmenmeer. Einige Villen mit eigenem Pool und Butler gehören zu den teuersten Unterkünften der Welt. Wie teuer? „On request“, auf Anfrage, lautet stets die diskrete Antwort der Marketingleute. Dass sich steinreiche Menschen im Forte Village tummeln und mit leise surrenden schneeweißen Golfcarts von ihren Appartements zum Aquaforte Thalasso Spa kutschiert werden, weiß jeder. Aber über Geld spricht man bekanntlich nicht. Hinter vorgehaltener Hand erfährt man dann, dass die ein oder andere Unterkunft bis zu 7.000 Euro kostet – pro Tag.

Andererseits: Es gibt auch durchaus erschwingliche Hotelzimmer, in denen man einen großartigen Service genießen kann. Wie sehr man ums Wohl der Gäste bemüht ist, verraten schon die nackten Zahlen: In der Hochsaison kümmern sich 1.000 Angestellte um bis zu 1.500 Gäste. „Ich kann Ihnen aber versichern, dass man bei uns nie das Gefühl hat, es sei zu voll“, sagt Paolo Mancuso, einer der Direktoren.

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Schöner wohnen: Schlafzimmer in einem der zahlreichen Bungalows im Forte Village.

21 Restaurants, viele kleine Bars und 35 Boutiquen mit den erlesensten Waren der Topdesigner verteilen sich über die Gesamtfläche. Die Forte Arena, das 5.000 Zuschauer fassende Stadion außerhalb des Resorts, bietet Konzerte mit Künstlern wie Andrea Bocelli und Charles Aznavour. Starköche wie Alfons Schuhbeck kredenzen edle Speisen. Und in der „Chelsea Football Academy“ unterrichten die besten Lehrer den Nachwuchs auf Fußballplätzen, die eigentlich zu schön sind zum Kicken. In der Ferne erheben sich die Berge von Santa Margherita di Pula, keine 30 Meter hinter den Plätzen glitzert das Tyrrhenische Meer.

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So macht Kicken Spaß: Die Fußballfelder der „Chelsea Football Academy“ liegen direkt am Strand.

Unterhält man sich länger mit Mancuso, dem eleganten Signor im maßgeschneiderten Anzug, bekommt man ein Gefühl für die Philosophie der noblen Destination. Zu Beginn der 70er-Jahre entstand das „Forte“ und wurde über die Jahre immer exklusiver. Den besonderen Charme macht die geographische Lage aus – Afrika ist näher als das italienische Festland. Darüberhinaus sorgen die Macher selbst für den Wohlfühlfaktor. „Wir wollen für unsere Gäste ein einzigartiges Erlebnis schaffen. Deswegen verpflichten wir für alle Bereiche die besten Experten“, sagt Mancuso.

Im Tennis sind dies ehemalige Stars wie Pat Cash, Charly Steeb, Younes El Aynaoui oder Jonas Björkman, die sogenannte Clinics geben – Kurse, bei denen sie die Tricks der Profispieler verraten. Der Mann, der all das organisiert, trägt den klangvollen Namen Rocco Loccisano, genannt Rocky. Seine Eltern sind Italiener. Geboren und aufgewachsen ist der 52-Jährige in Australien. Früher wollte der Mann, der inzwischen in Deutschland lebt und als Trainer im Deutschen Sportclub Düsseldorf (DSD) arbeitet, selbst Pro werden. „Als Junior hatte ich einen Coach, der zwei Schüler hatte. Aus dem einen ist etwas geworden, aus dem anderen nicht“, erzählt Loccisano. Der eine? „Pat Cash“, grinst Rocky.

Die Wege von Cash und Loccisano kreuzten sich immer wieder. Anfang der 90er-Jahre, als sich die Karriere des ehemaligen Wimbledonsiegers verletzungsbedingt dem Ende entgegenneigte, war Loccisano sein Trainer. Er brachte ihn auch zu Showmatches nach Deutschland – und ins Forte Village.

Zum Tenniserlebnis gehört auch, dass man auf drei verschiedenen Belägen spielen kann: Es gibt elf Sandplätze, einen Hardcourt und einen Grasplatz. „Einmal hat sich Yanina Wickmayer bei uns auf die Rasensaison vor- bereitet“, sagt Loccisano.

Allerdings: Der Rasenplatz dürfte bald einem Showcourt zum Opfer fallen. Geht es nach den Entscheidungsträgern im Forte Village, wird schon bald ein Challenger-, vielleicht sogar ein WTA- oder ATP-Event auf derAnlage stattfinden. Übung darin,Turniere zu veranstalten, hat man inzwischen. 40 ITF- Futures finden jedes Jahr statt. „Ich glaube nicht, dass es weltweit einen Ort mit so vielen Turnieren gibt“, sagt Loccisano. Dass es dadurch Platzprobleme gibt, glaubt er nicht: „Wir organisieren die Kurse so, dass genug Courts zur Verfügung stehen.“ tennis MAGAZIN hat bei seinem Besuch im Forte Village ein gutes Timing bewiesen. Auf sechs Courts kämpfen Damen und Herren um Weltranglistenpunkte.

Nein, Coach Lars Uebel und Schütz- ling Daniel Masur auf Future Tour im Forte Village.

Coach Lars Uebel und Schützling Daniel Masur auf Future Tour im Forte Village.

Ein deutscher Davis Cup-Spieler ist auch dabei – Daniel Masur, die Nummer 211 der Weltrangliste. Der 22-Jährige ist beim „Italy F8“ an Nummer eins gesetzt, will Praxis für die kommende Sandplatzsaison sammeln. Aber Masur spielt schlecht, verliert schon in der zweiten Runde gegen die Nummer 618 Juan Pablo Ficovich, kurz bevor sein Coach Lars Uebel eintrifft, der ihn in der darauffolgenden Woche betreut. Nachmittags sitzen die beiden auf Korbsesseln mit Blick aufs Meer und besprechen das Training der nächsten Tage. Es gibt schlimmere Plätze auf der Welt, um Niederlagen zu ertragen.

MMP Herbst Special für Tennis Magazin Abonnenten und Leser Zeitraum 01. Oktober bis 30. November 2017

  • 7 Übernachtungen im Hotel Bouganville
  • Welcome Apero
  • Halbpension mit 1/2 Flasche Hauswein und einer Flasche Mineral
  • 1 Eintritt im Thalasso del Forte für einen halben Tag
  • 1 Spezial Team Dinner
  • 10 Stunden MMP Tennistraining und freies Spiel nach Verfügbarkeit
  • Kostenloses Upgrade ins 5* Hotel Castello bei Verfügbarkeit
  • Transfer Flughafen Cagliari ins Resort und retour
  • ab EUR 1.430,- pro Person im Deluxe Bungalow mit Tennis
  • ab EUR 1.170,- pro Person im Deluxe Bungalow ohne Tennis für Begleitpersonen

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