Day Twelve: The Championships – Wimbledon 2014

Der Mythos Wimbledon

Wo anfangen, wenn es um den Mythos Wimbledon geht? Bei den Erdbeeren, die – entgegen aller Behauptungen – nicht überteuert sind? Beim Pimm’s, diesem herrlich prickelnden Sommerdrink? Beim Murray Mound, dem begrünten Hügel vor der riesigen Videoleinwand am Court 1, wo sich die Massen vor großen Matches versammeln?

A spectator eats strawberries and cream as she watches Spain's David Ferrer play against Russia's Andrey Kuznetsov during their men's singles second round match on day three of the 2014 Wimbledon Championships at The All England Tennis Club in Wimbledon, southwest London, on June 25, 2014. AFP PHOTO / CARL COURT - RESTRICTED TO EDITORIAL USE (Photo credit should read CARL COURT/AFP/Getty Images)

ERDBEEREN: Ohne sie ist Wimbledon nicht vorstellbar. (Foto: Getty Images)

Am besten man beginnt die Reise ins – pardon – Tennismekka (klingt zwar abgedroschen, aber Wimbledon ist wirklich eins) in Southfields. Dort sollte man aussteigen, wenn man mit der District Line aus der City kommt. Auf keinen Fall bis zur Endstation Wimbledon fahren! Von dort dauert es gefühlt Stunden bis an die Ecke Sumerset Road und Church Road. Steigt man in eines der Sammeltaxis ein, ärgert man sich nur über den Preis.

Also zu Fuß von Southfields quasi im Strom derMenschenmasse Richtung All England Club spazieren. Vorbei an Haltestellen mit roten Doppeldecker-Bussen und Shops, in denen Tenniskleidung und Schläger in den Schaufenstern angeboten werden. Diese Kulisse war auch schon zu Zeiten von John McEnroe und Björn Borg so. Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass man Fans in den Klamotten der Ex-Stars und mit entsprechenden Perücken sieht. You cannot be serious!, wie Big Mac die Schiedsrichter anzuschreien pflegte? Doch, absolutely.

Denn Tennis in Wimbledon ist auch immer ein bisschen verrückt. Von wegen steife Briten! Von wegen Garden Party! Klar gibt es das auch. Schlendert man aber an der queue, der berühmten Schlange, vorbei, die sich seit ein paar Jahren in einem Park befindet, dann ist das eher Rock ’n Roll: laute Musik, ausgelassene Stimmung, der Geruch von Burgern in der Luft.

Ist man priviligiert und hat eine Akkreditierung darf man den „heiligen Grund“ an Gate 5 betreten. Gusseiserne Pforten, Stewards mit Uniformen, die perfekt zu einem Miss Marple-Film passen würden. Hier steht auch das berühmte Denkmal von Fred Perry. Zwischen 1934 und 1936 gewann der Brite das Einzel. Danach gab es keinen britischen Sieger bis es Andy Murray 2013 schaffte.

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