Trickshot-Legende Mansour Bahrami im Video-Interview

TrickAls Profi war Mansour Bahrami nur die Nummer 192 der Welt, als Entertainer ist er die Nummer eins. Exklusiv für tennis MAGAZIN zeigt der Iraner die Trickschläge, mit denen er auf der ganzen Welt die Zuschauer begeistert. Anschließend sprachen wir mit dem 59-Jährigen über seine außergewöhnlichen Tricks, seine Popularität und über das Leben auf der Tour.

Ein Showturnier beim LTTC Rot-Weiß Berlin am Rande des Grunewalds. Wir sind mit Mansour Bahrami verabredet. Er soll für uns seine Trickkiste öffnen. Wir wollen die Zauberschläge sehen, mit denen der Iraner Tennisfans auf der ganzen Welt begeistert. „Ich mache das gerne, aber ich demonstriere jeden Schlag nur einmal. Ihr müsst also schnell fotografieren“, sagt er zur Begrüßung und grinst. Wir haben etwas Sorge, dass wir nach nur einem Versuch die Story nicht im Kasten haben. Wirklich nur einmal? „Hey, ich bin 59 Jahre alt. Das ist verdammt anstrengend und meine Knie schmerzen heute.“

Mansour Bahrami

Mansour Bahrami zeigte exklusiv für tennis MAGAZIN seine besten Tricks.

Okay, abgemacht. Fotograf Oliver Hardt bringt sich in Stellung, setzt sich im Schneidersitz direkt vor die Mitte des Netzes, die Linse direkt auf Bahrami gerichtet. Für einen Sparringspartner haben wir auch gesorgt – Robert Strombach, 15 Jahre altes Talent von Rot-Weiß. Er ist die Nummer zehn in Europa. Und los geht’s: Lob von Robert – Bahrami sprintet nach hinten, schlägt den Ball mit dem Rücken zum Netz am Körper vorbei. Spielt ihn durch die Beine, schmettert, zelebriert scheinbar mühelos und ohne hinzusehen Volleys, lässt den Ball am Ende in die Tasche plumpsen.
Es ist eine sehenswerte Vorstellung, die Bahrami exklusiv für tennis MAGAZIN zeigt. Wir fühlen uns geehrt. Wie macht er das? „Ich denke nicht darüber nach“, sagt Bahrami nach dem Shooting, „ich habe nie einen Schlag geübt.“ Als Kind hatte er kein Racket. „Ich benutzte ein Kehrblech oder ein Stück Holz. Damit schlug ich Bälle gegen eine Wand.“ Auf den Platz durfte er in Teheran nicht. Die Courts waren für die Reichen reserviert. Bahrami war Balljunge – „für 10 Cent die Stunde“.
1989 stand er mit seinem Partner Eric Winogradsky im Doppelfinale der French Open, heute ist er der wahrscheinlich gefragteste Tennis-Entertainer überhaupt. Spielt 25 bis 30 Turniere im Jahr. Wenn er nicht reist, ist er in Paris, wo er mit seiner Frau lebt. Zweimal pro Woche geht er dort zu seinem Physio – „im Gym trainiere ich nie“. Zwei bis drei Jahre will er noch weitermachen. „Ich tue, was ich liebe“, sagt er, „ich werde gut dafür bezahlt und habe Riesenspaß.“ Man sieht es!

 

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