Maria Scharapowa muss mit einer Sperre der WADA rechnen

Fall Sharapova für WADA klar: Dopingsperre logisch

Die wegen Meldonium-Dopings suspendierte russische Tennis-Queen Maria Sharapova muss nach Angaben des designierten WADA-Generaldirektors Olivier Niggli mit einer Sperre rechnen. „Sie hat zugegeben, dass sie das Mittel nach dem 1. Januar eingenommen hat, außerdem sind die Werte in ihren Tests eindeutig“, sagte der 45 Jahre alte Kanadier in einem Interview mit der italienischen Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport (Freitag-Ausgabe).



Eine Teilnahme Scharapowas am Grand Slam-Turnier in Wimbledon oder an den Olympischen Spielen im August in Rio de Janeiro gilt damit wohl als unwahrscheinlich. Niggli: „Es ist aber nicht an mir, diese Frage zu beantworten. Das ist Sache des Tennis-Weltverbandes ITF.“ Maria Sharapova hatte Anfang März auf einer Pressekonferenz in Los Angeles gestanden, die Substanz Meldonium regelmäßig eingenommen zu haben. Sie wurde daraufhin suspendiert.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) sah sich Mitte April durch eine neue Studie allerdings genötigt, die Meldoniumfälle neu zu bewerten. Ursprünglich war sie davon ausgegangen, dass die Substanz innerhalb von wenigen Tagen vom Körper restlos abgebaut wird. Dies stellte sich offensichtlich als Irrtum heraus, die Dauer des Abbaus könne demnach sogar Monate betragen.

Die WADA musste daher inzwischen teilweise zurückrudern. Athleten, die vor dem 1. März 2016 mit weniger als einem Mikrogramm des Herzmittels erwischt worden waren, können auf Gnade hoffen. Maria Sharapova fällt aber offenbar nicht darunter. (SID)

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