Germany v Switzerland – 2016 FedCup Day 1

Fed Cup-Relegation: Verlieren verboten!

Am Wochenende trifft Deutschland in der Fed Cup-Relegation auf Rumänien. Bei einer Niederlage würden Kerber & Co. in die zweite Liga absteigen. Eine Einschätzung der Konsequenzen einer möglichen Pleite.

Was passiert, wenn das deutsche Fed Cup-Team am Wochenende gegen Rumänien verliert und aus der Weltgruppe der besten acht Nationen absteigt? Nicht auszudenken – es wäre ein Albtraum für Barbara Rittner, ihre Spielerinnen, Funktionäre, Partner und Sponsoren des Deutschen Tennis Bundes. Klar, die rumänische Mannschaft um Simona Halep besitzt das Format eines Gegners, auf den man durchaus auch im Halbfinale oder im Endspiel treffen könnte. Angelique Kerbers Bilanz gegen die Weltranglistensechste ist mit 0:3 wenig Mut machend. Bei Andrea Petkovic (1:5) und Annika Beck (1:3) sieht sie kaum besser aus. Eine Niederlage wäre sportlich bei weitem keine Blamage. Aber würden die Umstände am Ende interessieren? Fakt ist: Kerber, Petkovic & Co. müssten 2017 in der zweiten Liga antreten. Ein weiteres Jahr in der Warteschleife auf den seit 2011 gemeinsam erklärten Traum vom Titelgewinn. Dieser wäre dann – vorausgesetzt, der direkte Wiederaufstieg in den elitären Kreis der besten acht Nationen würde gelingen – frühestens 2018 möglich, im Karriereherbst der „Generation Fräuleinwunder“. Kerber wird dann 30 Jahre alt sein, Petkovic im September 31. Klingt wie eine halbe Ewigkeit entfernt. Verlieren verboten!

Fed Cup-Sieg als große Bürde

STUTTGART, GERMANY - APRIL 22:  Andrea Petkovic of Germany takes comfort of her teammates after being defeated by Samantha Stosur of Australia during day two of the Federation Cup 2012 World Group Play-Off match between Germany and Australia at Porsche Arena on April 22, 2012 in Stuttgart, Germany.  (Photo by Dennis Grombkowski/Bongarts/Getty Images)

Letzter Abstieg: 2012 in Stuttgart gegen Australien.

Als das Team 2012 zum letzten Mal in der Relegation scheiterte, 2:3 in Stuttgart gegen Australien, lagen die Dinge noch anders. Man befand sich noch am Anfang des gemeinsamen Weges. Die „Mission Fed Cup-Sieg“ war gerade erst gestartet. Der allgemeine Tenor damals: „Wir haben alle Zeit der Welt. Klappt es heute nicht, dann halt morgen.“

Vier Jahre, viele Durchhalteparolen und – natürlich! – auch große Glücksmomente sind seitdem vergangen. Die Rückkehr in die Weltgruppe 2013, das gewonnene Halbfinale Down Under 2014, einige Monate später das verlorene Finale in Prag, die bittere Pleite von Sotchi 2015, als man mit der Revanche zuhause gegen Tschechien vor Augen unglücklich im Halbfinale an Russland scheiterte. Der letzte Akt: Anfang Februar die Niederlage in Leipzig gegen die Schweiz – der Dämpfer nach sieben Tagen „Kerber-Mania“ zwischen ihrem Grand Slam-Triumph in Melbourne und der Bundesrepublik. Das große Ziel, der erste deutsche Fed Cup-Sieg seit 1992, lastete in all den Jahren wie eine Bürde auf der Mannschaft.

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