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Texas is calling: Zwischen Trump und Tanzwettbewerb

Leon Hein (18) und Juri Reckow (18), zwei tennisbegeisterte Jungs aus Hamburg, flogen zum Jahreswechsel in die USA, um an der „University Texas San Antonio“ (UTSA) ihr Tennis-Stipendium zu beginnen. Leon wird über seine Erlebnisse auf tennismagazin.de in der Kolumne „Texas is calling“ regelmäßig berichten.

„All you can eat“ beim Mexikaner

Eines unserer Team-Essen fand bei einem echt edlen Mexikaner statt, wo es die besten mexikanischen Steaks geben sollte. Wir waren alle extrem hungrig und freuten uns riesig.

Was dann kam, überschritt allerdings unsere kühnsten Träume, das war megakrass: Es gab ein riesengroßes Büffet mit Salat – die Schüsseln waren sogar aus Salat gebastelt, alles an Beilagen was man sich so vorstellen konnte – und auf den Tischen lagen rote und grüne Kärtchen. Wenn man sein Kärtchen auf grün gedreht hatte, eilten die Ober mit Fleischspießen aller erdenklichen Arten herbei und schnitten einem die besten Stücke ab, bei rot gedrehter Karte hatte man die Chance kurz zu verdauen.

Nach diesem Fleischerlebnis hat es jedes danach kommende Stück Fleisch so was von schwer… Das war für uns alle das Beste, was wir in unserem Leben jemals an Fleisch bekommen haben. Nicht zu toppen. Wir haben übrigens drei Stunden gegessen…

Golfen mit Partycharakter

Ich als leidenschaftlicher Golfer war ganz aus dem Häuschen, als ich erfuhr, dass wir alle nach San Antonio zu „Top Golf“ fahren, um in einer Golf Lounge zu spielen. In Hamburg gibt es ja auch eine Golf Lounge, diese hier war allerdings sehr viel cooler: Man hatte verschiedene Ziele, alles in unterschiedlichen Farben markiert, sehr modernes und großzügiges Design. Im Hintergrund Musik. Es war Golfen mit Partycharakter. Mehr davon.

20 Minuten Eiswanne

So, ich habe ja schon Probleme nach der Sauna in das Tauchbecken zu gehen, finde mich aber doch dann immer sehr mutig, wenn ich es geschafft habe. Aber ernsthaft: 20 Minuten in einer mit frischem Eis gefüllten Wanne zu sitzen, nee, das kann definitiv kein Mensch aushalten – dachte ich, eben nur Fußballer… Um Frust abzubauen…

Aber man lernt nie aus: Uns wurde von unserem Konditionstrainer Dimi empfohlen, doch nach sehr harten Einheiten ein Eisbad zu nehmen… Ich sag’s Euch, die ersten fünf Minuten sind hammerhart, ab dann merkt man nichts mehr, alles taub…

20-minuten-im-eisbad

SAUKALT: Aber das Eisbad verfehlte seine Wirkung nicht. Danach fühlte sich Kolumnist Lein „saugut“.

Mein ganz normaler Tagesablauf

Mein Tagesablauf ist schon ein Highlight für sich:

7.00 Uhr: Wachwerden, aufstehen.

7.15 Uhr: Frühstück in der Cafeteria.

7.40 Uhr: Ab in den Trainingsraum, es stehen Bauch- und Rumpfübungen mit unserer Fitnesstrainerin an.

8.00-9.15 Uhr: Konditionstrainingseinheit.

9.15-11.15 Uhr: Teamtennistraining. Jetzt irgendwie etwas essen.

12.00 Uhr: zur Uni, Vorlesung.

Manchmal spielen wir zwischen der Mittagsvorlesung und der Nachmittagsvorlesung noch eine Stunde Tennis.

14.00 Uhr: Vorlesung.

16.00 Uhr: Tutorenstunde, hier wird einem mit dem zu lernenden Stoff von einem Tutor geholfen, man wird unterstützt, sodass man von Anfang an gut mitkommt. Danach gehe ich meistens noch eine Stunde in die Study Hall. Wir müssen in der Woche sechs Study Hall-Stunden vorweisen.

18.00 Uhr: Essen.

Ab 18.30 Uhr: Freizeit.

Gesunde Ernährung ist für Leon sehr wichtig.

OBST UND GEMÜSE: Gesunde Ernährung ist für Leon sehr wichtig.

Tennis statt Trump

Donald Trump ist definitiv ohne unsere geschätzte Aufmerksamkeit ins Amt gehoben worden.

Wer hätte das gedacht! Als ich noch in Hamburg war, habe ich öfter darüber nachgedacht, wie es wohl sein wird, wenn Trump tatsächlich der Präsident der Vereinigten Staaten wird und ich schon in Texas bin. Was wird das für ein Tag werden, dieser 22. Januar 2017? Und was soll ich Euch sagen, an uns ist dieser Tag vorübergezogen, als gäbe es keinen Präsidentenwechsel. Die Vorhand knallte, der Aufschlag auch, aber Herr Trump spielte keine Rolle. Nachdem feststand, dass das Unmögliche tatsächlich wahr geworden ist, dass Herr Trump zum 45. Präsident der Vereinigten Staaten gewählt wurde, waren wir in Deutschland alle erstarrt. Pray for America hieß es da. Und was haben wir vor Ort getan in Texas: Tennis gespielt.

Ich bin mal sehr gespannt, ob wir die Auswirkungen seiner Präsidentschaft zu spüren bekommen. Er will ja eine Mauer an der mexikanischen Grenze bauen…

Tanzcompetition mit den Mädels

Texas is calling

NEUER KOLUMNIST: Leon Hein (18) schreibt in „Texas is calling“ über sein Tennis-Stipendium in San Antonio.

Alle Sport Teams der Uni traten in einem Tanzwettbewerb gegeneinander an. Das waren die Boys and Girls der Baseballmannschaften, der Basketballmannschaften, der Golfmannschaften, der Softballmannschaften, der Leichtathletikmannschaften und natürlich die Tennismannschaften. Damit wollen die Teams den Fans die Chance geben, mit den Athleten in Kontakt zu kommen. Begleitend traten natürlich die UTSA Chearleaders auf und die Band, die wahnsinnig einheizten und für eine tolle Stimmung sorgten. So wurde der ohnehin nicht zu toppende Teamspirit nochmal nach oben getrieben. Wir hatten alle mega viel Spaß und belegten einen soliden dritten Platz. Die Mädels haben ordentlich Gas gegeben und uns Jungs die Show gestohlen – allerdings auch die Platzierung gerettet.

 

 

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