Germany’s Dinah Pfizenmaier hits a retur

Mail aus Paris – Die nächste, bitte!

Felix Grewe, aus Paris

Manchmal lohnt es sich, schon das Einschlagen genau zu beobachten. Gestern zum Beispiel, bei der Partie zwischen Victoria Azarenka und Dinah Pfizenmaier. Da hatte man den Eindruck, die Weißrussin wolle ihre 197 Plätze schlechter platzierte Gegnerin bereits vor dem ersten Punkt aus dem Stadion schießen. Gefühlt jeder dritte Ball der Weltranglistenersten landete als Vorhand- oder Rückhandpeitsche in einer der Ecken. Ich glaube, sie hat mehr Winner beim Einschlagen gespielt, als ich im ganzen Match, sagte Pfizenmaier hinterher im Gespräch mit tennis MAGAZIN. Mag sich so angefühlt haben stimmte aber nicht. Denn: Beide erzielten in der Partie gleich viele direkte Punkte, nämlich neun. Gar nicht so schlecht diese Statistik für eine, die noch nie zuvor bei einem Grand Slam-Turnier spielte, die noch nie auf einem so großen Platz wie dem Philippe Chatrier stand und die erst einmal in ihrer erst einjährigen Karriere gegen eine Top 100-Spielerin antreten durfte. In einer anderen Statistik blieb die 20-Jährige, die in Oerlinghausen bei Bielefeld aufwuchs, sogar Siegerin: bei den Assen. Azarenka gelang kein einziges, Pfizenmaier schaffte eines, ganz am Ende der Partie, im vorletzten Spiel, als beim Stand von 1:6, 0:5 schon alles gelaufen war. Da riss sie nach ihrem Aufschlagwinner die Arme hoch, das Publikum jubelte und man merkte: Die hat richtig Spaß an diesem Auftritt.
Federer und Petkovic wünschten viel Glück

Dass der Eindruck nicht täuschte, erzählte sie nach der Partie. Als ich im Tunnel stand, dachte ich Geh raus und genieß es einfach. Das habe ich getan. Vorher allerdings war die Aufregung riesig. Ich bin sechsmal auf die Toilette gegangen, obwohl ich gar nicht musste. Und auf dem Platz? Da ging es dann mit der Nervosität. Ich habe mir alles angeschaut die Fernseher, die Reporter, die Kameras. 
Inklusive der Qualifikationstage war Pfizenmaier eine Woche in Paris eine Zeit, die ich nie vergessen werde. Zwischendurch traf sie Roger Federer und Rafael Nadal, ließ sich mit den beiden Superstars fotografieren und postete die Bilder auf ihrer Facebook-Fanseite, die innerhalb der letzten Tage um mehr als 1.000 Anhänger wuchs. Federer und Nadal sind neben Djokovic die besten Tennisspieler überhaupt. Da wäre ich doch blöd, wenn ich kein Foto gemacht hätte, oder? Na klar. Und sie erzählt stolz: Federer hat mir viel Glück gewünscht. Apropos: Glück für die Partie gegen Victoria Azarenka wünschte ihr auch Andrea Petkovic. Sie hat mir gestern eine SMS geschrieben. Ich habe mich riesig gefreut. Dabei kennen sich die beiden gar nicht richtig. Wahrscheinlich hat sie meine Nummer von Barbara Rittner bekommen, erzählt sie und lacht.
Wenn man sich mit Pfizenmaier unterhält, bekommt man den Eindruck, dass sie in die Gute Laune-Clique um Petkovic und Co. richtig gut reinpassen könnte weil sie selbstbewusst und fröhlich ist, nie um einen kecken Spruch verlegen.
Nächstes Highlight: Wimbledon

Heute geht es für die 20-Jährige mit dem Zug zurück nach Hause. Ursprünglich wollte sie in der nächsten Woche ein ITF-Turnier in Tschechien spielen. Darauf verzichtet sie aber ihr Körper muss sich erholen, der Oberschenkel zwickt etwas. Außerdem müssen die Eindrücke von Paris verarbeitet werden. Das nächste große Highlight? Die Qualifikation für Wimbledon. Ich habe noch nie auf Rasen gespielt, sagt sie. Kann also sein, dass ich in der ersten Runde verliere. Aber dann ist das halt so. Sie macht sich keinen Druck. Schließlich wird sie nach den French Open um die Position 140 in der Welt platziert sein ihr ursprüngliches Saisonziel, die Top 150 zu knacken, hat sie damit schon erreicht.
Als wir uns verabschieden sagt sie: Dann hoffentlich bis bald. Sie freut sich über das steigende Interesse an ihrer Person. Und irgendwie glaubt man, dass da die nächste heranwächst, über die es bald mehr zu berichten geben könnte, als eine 1:6, 1:6-Niederlage in der zweiten Runde der French Open gegen Victoria Azarenka.

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