Coco Gauff

Charismatisch: Coco GauffBild: Imago

Coco Gauff: „Ich werde mich nicht entschuldigen“

Für ein Mode-Shooting mit ihrem Sponsor musste Coco Gauff im Netz viel Häme und Hetze einstecken. Ihre anschließende Botschaft in einem Video geht weit über die Grenzen des Tennis hinaus.

Coco Gauff wird sich nicht für ihren Look entschuldigen. Die Tennisspielerin musste nach ihrer neusten Kooperation mit der renommierten italienischen Luxusmarke Miu Miu viel Kritik auf Social Media in Bezug auf ihr Aussehen einstecken. Doch Coco machte deutlich: Sie wird ihre Haare oder ihr Make-up nicht rechtfertigen – ganz im Gegenteil.

In einem 8:20 Minuten langen Video äußert sich Gauff zu der Kritik und teilt zugleich eine wichtige Botschaft mit ihren Fans und Zuhörern: „Macht das, was euch gefällt!“ Denn am Ende des Tages, sagt Coco, ist der Hass im Netz nur ein Zeichen dafür, wie unsicher und unzufrieden manche Menschen mit sich selbst sind. Trotzdem gibt sie zu, dass die virtuellen Angriffe sie stark beschäftigt haben. Sie habe schon ihr ganzes Leben lang mit Unsicherheiten bezüglich ihres Aussehens zu kämpfen – „als junges schwarzes Mädchen in dieser Welt“.

@cocogauff❤️♬ original sound – Coco Gauff

Deshalb ist es umso lobenswerter, dass Gauff ihre Plattform, die sie sich durch ihre sportlichen Erfolge im Tennis aufgebaut hat, nutzt, um sich gegen Hass auszusprechen. Es gäbe ein großes Spektrum für den Begriff „schön“. Ein natürlicher Look sei genauso schön, wie ein aufwendiges Styling. Das Fotoshooting sei kein „High Production Shoot“ gewesen. Der „minimalistische Look“, für den Coco sich für die Miu Miu- Kampagne entschieden hat, sei Teil des kreativen Konzepts gewesen.

 

View this post on Instagram

 

A post shared by Coco Gauff (@cocogauff)

Vorbild für ihre Fans

Auf den Fotos sieht man die Nummer 3 der Welt in einem natürlichen Look auf einem Tennis-Court. Im Vordergrund des Shootings steht eine Tasche des Sponsors, die auf einigen Bildern mit Tennisbällen gefüllt ist. Coco wählte das Outfit aus und machte ihre Haare und Make-up selbst. Nach dem Shooting habe sie bei einem Abendessen mit ihren Freunden Komplimente für ihre Haare und ihr Make-up bekommen – so unterschiedlich können die Wahrnehmungen im Netz und im realen Leben sein!

Coco bedankt sich zudem bei der Luxusmarke, dass sie ihr die Möglichkeit geben, sich auf eine schöne Weise zu präsentieren. Ihr ist es wichtig, dass sich Mädchen und Frauen, die eine ähnliche oder gleiche Haarstruktur wie sie haben, gesehen und repräsentiert fühlen. „Ich werde mich nicht dafür entschuldigen, wie mein Haar aussieht, weil da draußen andere Mädchen sind, die die gleichen Haare wie ich haben und ich möchte, dass sie sich repräsentiert fühlen.“

Nicht nur in den Sozialen Medien, sondern auch auf dem Court möchte Coco Gauff ein Vorbild sein: Es macht ihr Spaß, verschiedene Hair-Stylings zu präsentieren und dabei die Botschaft zu vertreten: „Die Struktur schwarzer Haare ist wunderschön“, sagt sie.

Lys unterstützt Gauff

Auf ihr Statement bekommt Coco viel Zuspruch in den Kommentaren. Viele User finden es mutig, dass Sie den Hass im Netz nicht unkommentiert lässt und für sich einsteht. Auch ihre Kolleginnen, wie zum Beispiel Eva Lys, unterstützen Coco Gauff unter ihrem Post. Andere User sind der Meinung, dass es ein „Luxusproblem“ sei, sich über negative Kommentare im Zusammenhang mit einer Modemarke zu äußern. Dass es sich bei Miu Miu um eine angesehene Marke handelt, ist nicht abzustreiten, dennoch sollte Hass im Netz eben nicht als Luxusproblem abgestempelt werden.

Denn mit diesem Video steht Gauff nicht nur für sich selbst ein, sondern macht auch vielen ihrer Zuschauer und Fans Mut: „Ihr seid gut so, wie ihr seid!“ Und ihre Botschaft, die sie zum Ende ihres Videos teilt, wird im Zeitalter der Sozialen Medien immer wichtiger: „Seid netter zueinander!“

Anna-Sophia Antic. Sie studiert Journalismus an der IU Akademie