Die ATP, mit Chris Kermode an der Spitze, erhöht das Preisgeld auf Challengerebene.

ATP-Boss erhöht Preisgeld bei Challengern

Die ATP hat zum Jahresstart 2015 eine Erhöhung der Preisgelder auf der Challengertour bekanntgegeben. Auswirken wird sich die Steigerung auf Turniere der niedrigsten Preisgeldkategorie der Challenger.

Bei diesen Challengern wurden bislang 40.000 US-Dollar plus Hotelkosten für die Spieler des Hauptfeldes ausgeschüttet. Dies soll bis zum Jahr 2017 schrittweise bei allen Events dieser unteren Kategorie auf 50.000 Dollar angehoben werden. Die ATP bietet allen betreffenden Turnieren Unterstützung an, um die erhöhte Ausschüttung zu bewältigen.

„Das Herrentennis erlebt eine seiner besten Phasen der Geschichte, dennoch ist es notwendig, dass wir auf allen Ebenen des Spiels weiter wachsen“, erklärte ATP-Chef Chris Kermode in einer Pressemitteilung der Spielervereinigung. In diesem Zuge will die ATP neben der Preisgelderhöhung auch zusätzliche Schiedsrichter und Physiotheapeuten bei den Turnieren einsetzen, um die Bedingungen für die Spieler auf der Challengertour zu verbessern. Bislang hatten vor allem die Grand Slams mit immensen Preisgelderhöhungen auf sich aufmerksam gemacht. Zuletzt verkündeten die Australian Open einen erneuten Preisgeld-Rekord.

Bei den am höchsten dotierten Challengern wurden 2014 maximal 125.000 Dollar ausgeschüttet. Davon bekam der Turniersieger 18.000 Dollar, was etwa dem Verdienst eines Zweitrundenaus bei einem 500er-Turnier entspricht.

Stagnierende Verdienstmöglichkeiten in den letzten Jahren

Die  Verdienstmöglichkeiten der Profis auf der „kleinen“ Challengertour mit seinen rund 150 Turnieren pro Saison waren in den vergangenen Jahren kaum angestiegen. Seit 2006 erhöhten sich die Gesamt-Preisgelder von durchschnittlich rund 50.000 auf etwas mehr als 60.000 Dollar. Zum Vergleich: Bei den Grand Slams verdoppelten sich die Preisgelder im identischen Zeitraum nahezu.

ATP-Boss Kermode hatte immer betont, der Unterbau der ATP World Tour (Turniere ab der 250er-Kategorie) sei für die Spieler lediglich als Durchgangsstation gedacht. „Ich möchte auf keinen Fall, dass es sich ein Spieler zehn Jahre auf der Challengertour gemütlich macht, weil er dort genügend verdient“, äußerte sich Kermode noch im vergangenen Jahr.