Tommy Haas

Tommy HaasBild: AFP/SID/TOBIAS SCHWARZ

Rückblick: Absage von Indian Wells – Corona erreicht die Tennistour

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Hamburg (SID) – Tommy Haas hatte als Turnierdirektor keine andere Wahl mehr. „Wir sind sehr enttäuscht“, sagte der frühere Weltranglistenzweite, seit einigen Jahren verantwortlich für das Tennis-Masters in Indian Wells: „Aber Gesundheit und Sicherheit haben höchste Priorität.“ Am 9. März 2020 war mit der Absage der Traditionsveranstaltung die internationale Tennistour endgültig von der ersten Corona-Welle erfasst worden.

Kurz vor dem Start des „fünften Grand Slam“ zogen die Veranstalter den Stecker und reagierten auf die steigende Infektionsgefahr. Spieler und ihre Staffs hatten sich längst auf den Weg nach Kalifornien gemacht und wurden von der Entwicklung überrascht. Zunächst schien es aber so, als würde andernorts weitergespielt werden. Doch drei Tage später verkündete die ATP einen Stopp der Tour.

„Der weltweite Charakter unseres Sports und die erforderlichen internationalen Reisen stellen unter den heutigen Umständen erhebliche Risiken und Herausforderungen dar, ebenso wie die zunehmend restriktiven Richtlinien der lokalen Behörden“, sagte der ATP-Vorsitzende Andrea Gaudenzi.

Zunächst rechneten die Tennis-Bosse mit sechs Wochen, doch die Pause sollte viel länger dauern – unter anderem fiel das legendäre Rasenturnier in Wimbledon erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg komplett aus. Erst Anfang August flogen dann beim WTA-Turnier in Palermo wieder Bälle über das Netz, es folgten die US Open und die in den Herbst verschobenen French Open.

Auch in diesem Jahr wirkt sich das Virus weiter auf die reiselastige Sportart aus. Unter anderem konnten die Australian Open erst mit dreiwöchiger Verspätung stattfinden.