Jamie Mackenzie – Australian Open 2026

Der 18-jährige Deutsche Jamie Mackenzie steht bei den Australian Open im Junioren-Viertelfinale. Bild: Imago/Jürgen Hasenkopf

Jamie Mackenzie: Von Neuseeland zum deutschen Talent

Der 18-jährige Deutsche Jamie Mackenzie ist einer von zwei deutschen Startern in der Juniorenkonkurrenz bei den Australian Open. Inzwischen steht Mackenzie im Viertelfinale.

Mit zwölf Jahren zog Jamie Mackenzie zusammen mit seinem Vater von Neuseeland nach Deutschland – auf der Suche nach besseren Trainingsmöglichkeiten und der Chance, seinen Traum vom Profitennis zu verwirklichen. Fünf Jahre später steht der 18-Jährige in der Juniorenkonkurrenz bei den Australian Open 2026 in Melbourne im Rampenlicht.

Zum ersten Mal in seiner Karriere hat er das Viertelfinale eines Junior-Grand-Slam-Turniers erreicht, nachdem er bis dorthin keinen Satz abgegeben hat. „Ich fühle mich frei und die Hitze macht mir nichts aus. Ich spiele einfach mein Spiel“, sagte Mackenzie nach seinem Achtelfinalsieg. Im Viertelfinale trifft er auf den Japaner Ryo Tabata.

Jamie Mackenzie: Top 10 bei den Junioren

Vergangenes Jahr hatte Mackenzie an allen vier Junior-Grand-Slam-Turnieren teilgenommen, kam jedoch nie so weit wie in diesem Jahr. Ein deutlicher Hinweis auf seine Entwicklung und aktuelle Form. Nach ersten Jahren in Düsseldorf wechselte er an das Tennisinternat in Hannover, wo er drei Jahre lang mit Max Schönhaus ein Zimmer teilte und in einem hochleistungsorientierten Umfeld trainierte. Inzwischen lebt Mackenzie wieder in Düsseldorf.

Eine zentrale Rolle in seiner sportlichen Entwicklung spielt Trainer Gero Kretschmer, der sein Spiel über Jahre systematisch aufgebaut hat – technisch wie mental. Anfang Januar 2026 rangiert Mackenzie unter den Top 10 der Jugendweltrangliste, derzeit auf Platz 7.

2025 feierte er bereits seinen Debütsieg bei den Profis auf der Challenger-Tour in Bonn und gewann zudem zwei bedeutende Junioren-Turniere in Peking und Bamberg. Erfolge, mit denen er sich in der internationalen Nachwuchsszene endgültig einen Namen machte.